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Zwei Herzen in der Brust

Unterhaltung pur bei verpasstem Auftaktsieg

Bei vermutlich allen lila-weißen Sympathisanten schlugen zum Saisonauftakt 2026/27 zwei Herzen in der Brust. Denn neben dem wundervollen Fußballnachmittag bei prächtiger Stimmung und bestem Wetter mit hohem Unterhaltungswert und großer Spannung galt es, das Unentschieden gegen Geheimfavorit Atglienicke richtig einzuordnen.

 

Zunächst wirkte das Star-Ensemble der VSG reifer und spielbestimmend. „Erwachsen“ nannte es FCE-Trainer Khvicha Shubitidze in seiner Analyse. Doch sein neu zusammengestelltes Team wehrte sich, schlug zurück, ging in Führung und hatte die Entscheidung auf dem Schlappen. Dass die 3:2-Führung nicht über die Zeit gebracht wurde und der ersehnte Sieg am ersten Spieltag ausblieb, trübte naturgemäß die fantastische Atmosphäre.

 

Die Veilchen schätzten die 90 Minuten der Saison aber realistisch ein. „Die Punkteteilung war über die gesamten 90 Minuten betrachtet gerecht“, resümierte Khvicha Shubitidze fair und wies darauf hin, dass seine Mannschaft erst am Anfang einer Entwicklung stehen kann. Auch die Fans im Block erkannten an, dass die Truppe auf dem Rasen alles reingeworfen hatte. Die Aufmunterung ob des verpassten Dreiers tat gut. Weil Ehrgeiz und Anspruch groß sind im Lager des FC Erzgebirge Aue, war Kapitän Marcel Bär nach Abpfiff eher enttäuscht als zufrieden. Das spricht für ihn, für das Team, für die Selbstreflektion in den eigenen Reihen. Es schlugen halt zwei Herzen in der Brust.