Von Capo bis Kappo
Vorsänger und Innenverteidiger auswärts in Top-Form
Das erste Auswärtsspiel der Saison 2026/27 war für den FC Erzgebirge Aue nicht nur erfolgreich, sondern in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Von Capos auf Leitern bis zu Matchwinner „Kappo“.
Den Irritationen rund um versendete und nicht angekommene Gäste-Tickets zum Trotz machten sich knapp 1000 Fans des FCE am Freitag auf den Weg nach Berlin, um ihre Mannschaft beim Auswärtsspiel gegen Aufsteiger Tasmania Berlin zu unterstützen. Heimspiel-Atmosphäre für die Veilchen bei insgesamt 3000 Zuschauern im Werner Seelenbinder-Sportpark. Wie schon beim Trainingsauftakt mit 2000 Anhängern, beim Schalke-Test mit mehr als 12.500 Besuchern und gegen Altglienicke mit 8600 Fans zeigte die Szene aus Aue einmal mehr, dass auf sie Verlass ist. Qualitativ und quantitativ. Denn die Stimmung war herausragend, schon vor dem Anpfiff übernahmen die „Schachter“ akustisch das Kommando. Die Capos – hergeleitet aus der italienischen Bedeutung für „Kopf“ oder „Chef“ - machten aus der Not eine Tugend, auf mitgebrachten Leitern animierten sie den Block zu Höchstleistungen. Und verpassten mit dem Rücken zum Spielfeld vermutlich die entscheidenden Szenen ihres Namensvetters „Kappo“.
Denn das ist der Spitzname von Patrick Kapp, der mit zwei Toren für den Auswärtssieg sorgte. Der Innenverteidiger schwang sich an jenem Freitag per Kopf zum Chef auf, war zweimal nach Standards zur Stelle und zeigte, wie nah Freud und Leid beieinander liegen. Noch in der Vorwoche konnte „Kappo“ Kopfball-Gegentore der Altglienicker Brooks und Nietfeld nicht verhindern, diesmal hatte Patrick Kapp die absolute Lufthoheit. Bereits in der ersten Minute hatte er die Führung auf dem Kopf, erzielte sie dann wenig später die frühe Führung nach Freistoßflanke und machte mit letztem Einsatz und Grätsche zum 0:2 schließlich den „Deckel“ drauf. Zuvor hatte der Abwehrspieler in 121 Regionalliga-Spielen 11 Tore erzielt, nun kam ein Doppelpack zum wichtigen Dreier dazu. Wenn aus dem Spiel heraus die besten Chancen ungenutzt bleiben, dürfen es gern ruhende Bälle sein. Eine Fähigkeit, die hoffen lässt.
Der erste Sieg 2026/27 am zweiten Spieltag gibt Mannschaf und Fans Schwung für den beiden bevorstehenden Heimspiele. Zweimal geht es gegen den BFC: Dynamo kommt am Donnerstag ins Lößnitztal, Preussen am Sonntag. Der FC Erzgebirge Aue ist nach dem hochverdienten Auswärtserfolg bereit für die nächsten Punkte.
Holt Euch TICKETS für den Heimspiel-Doppelpack!



