Treue auf Top-Niveau
im 600. Pflichtspiel hielt Marton Männel den Sieg fest
Die Sprechchöre sowohl vor als auch nach dem Spiel sagten am Sonnabend mehr aus als umständliche Beschreibungen oder Statistiken. „Martin Männel Fußballgott“ schallte es aus der Fankurve. Die Dramaturgie meinte es gut mit dem Rekordspieler des FC Erzgebirge Aue, denn abgesehen vom Kult-Status überzeugt das gewählte Mitglied der Legenden-Elf noch immer mit Leistung. Mit spektakulärem Reflex rettete der ewige Martin im FCE-Tor den Heimsieg gegen Luckenwalde in der Nachspielzeit.
Die Ehrung für sein 600. Pflichtspiel gab es bereits vor Anpfiff in Form einer Foto-Collage. Angesichts der Fülle an Archivmaterial aus 18 Jahren in Lila-Weiß hätten es auch Dutzende Bildersammlungen werden können, die Sportvorstand Jens Haustein und Kaderplaner Steffen Ziffert überreichten. Mit dem nächsten Meilenstein stieß Martin Männel in einen erlesenen Club nur weniger Fußballer auf, die so viele Spiele für einen einzigen Verein absolviert haben. In der Bundesliga hält Charly Körbel von Eintracht Frankfurt den Rekord mit 602 Partien, ebenso viele Pflichtspiele hat Manuel Neuer inzwischen für den FC Bayern München bestritten. Martin Männel ist den Ikonen also unmittelbar auf den Fersen.
Als hätte es noch eines Beweises seiner Klasse bedurft, stand die Nummer 1 des FCE in der Nachspielzeit gegen Luckenwalde eher ungewollt im Rampenlicht. Denn bei knapper 2:1-Führung seiner Mannschaft gegen Luckenwalde entschärfte Martin Männel einen Kopfball aus Nahdistanz großartig auf der Linie und hielt im wahrsten Sinne des Wortes den Sieg fest. Bemerkenswerter hätte dieser Arbeitstag unter den Augen der eigens angereisten Familie kaum enden können. Das Veilchen-Team wusste, bei wem es sich zu bedanken hatte und Teammanager Uwe Kramer zog stellvertretend für alle Aue-Fans noch auf dem Spielfeld den „Hut“. Vor der Leistung und vor dem runden Jubiläum mit einer absolut erstaunlichen Zahl.



