Strukturen sollen erhalten bleiben
Vorstand informierte Vereinsangestellte über Herangehensweise an 2026/27
Der Vorstand des FC Erzgebirge Aue weilte am Sonnabend in Essen und hätte der Mannschaft samt sportlich Verantwortlicher nach Abpfiff in der Kabine gern zu einer erfolgreichen Aufholjagd gratuliert. Es blieben für Thomas Schlesinger, Jens Haustein und Jörg Scholz jedoch nur Trost und Aufmunterung, nachdem der Ausgleich an der Hafenstraße nach zwischenzeitlichem 0:3 in der Luft gelegen hatte. Einmal mehr mussten sich die Veilchen eingestehen, dass mit der Vielzahl an Gegentoren in dieser Liga kaum ein Spiel zu gewinnen ist. Eher eine schmerzhafte Bestätigung als neue Erkenntnis.
Auch wenn sich das Team nicht aufgibt und beim Tabellendritten in Essen erneut Moral bewies, sinken die Chancen auf den Klassenerhalt wöchentlich. Der Vorstand des FC Erzgebirge Aue stand bereits in der vergangenen Woche den Angestellten des Vereins Rede und Antwort, sprach vor den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, des Nachwuchsleistungszentrums, des Internats und der Stadionbrigade über die bevorstehende Saison 2026/27. Mit der Kernbotschaft: Die aufgebauten Strukturen und die professionelle Infrastruktur sollen trotz notwendiger Einschränkungen und Einsparmaßnahmen weitgehend erhalten bleiben. Ziel sei es, einen Etat nahe an 10 Millionen Euro auf die Beine zu stellen und sofort wieder anzugreifen.
Dass Mitte März noch nicht alle Entscheidungen hinsichtlich der nächsten Spielzeit im Detail getroffen sind, liegt in der Natur der Sache. Es gilt, mit Hochdruck weitere Gespräche zu führen. Auch mit Sponsoren und Dienstleistern. Jüngste Medienberichte über konträre Auffassungen in den Gremien hat die Vereinsführung registriert und stellt sich der Verantwortung. „Es gibt zweifellos verschiedene Wege, um im Jubiläumsjahr sportlich in die Erfolgsspur zurückzufinden. Und in einem heterogenen Gremium wie dem Aufsichtsrat mit vielen Persönlichkeiten auch unterschiedliche Ideen. Das ist absolut legitim, jedem Einzelnen liegt der Verein am Herzen. Wir beziehen den Aufsichtsrat natürlich mit ein, arbeiten eng zusammen und legen stets Wert auf Empfehlungen und Sichtweisen. Letztlich muss jedoch der Vorstand die Entscheidungen im operativen Geschäft treffen, dazu ist er gewählt und angetreten“, erklärt Präsident Thomas Schlesinger.
Es wartet viel Arbeit in den nächsten Wochen und Monaten, die keine Zeit zum Wundenlecken lässt. Geschlossenheit ist deshalb wichtiger denn je. Wenn all jene an einem Strang ziehen, denen der FCE am Herzen liegt, dann besteht der Kumpelverein auch die aktuelle Herausforderung.


