Ringer setzen Ausrufezeichen
Zwei klare Bundesliga-Siege des FC Erzgebirge Aue in Folge
Mit zwei eindrucksvollen Mannschaftsleistungen haben die Ringer des FC Erzgebirge Aue ihre Ambitionen in der neuen Bundesliga-Saison eindrucksvoll untermauert. Dem überlegenen 34:4-Auswärtserfolg am bei RG Saarbrücken am 13. September ließ das Team am vergangenen Samstag einen ebenso souveränen 21:2-Heimsieg gegen den ASV Hüttigweiler folgen. Damit feierten die Auer innerhalb einer Woche den zweiten deutlichen Erfolg und präsentierten sich in der höchsten Wettkampfklasse Deutschlands in nahezu allen Gewichtsklassen hervorragend besetzt.
Nach dem knappen 12:13 gegen Mainz zum Saisonauftakt legten die Veilchen beim Gastspiel in Saarbrücken von Beginn an los wie die Feuerwehr. Bereits in der 61-kg-Freistilklasse sicherte Tim Krasnickij gegen Yusuf Baygus mit einem technisch überlegenen Sieg die ersten vier Mannschaftspunkte. Mark Wagner erhöhte im griechisch-römischen Stil bis 66 kg mit einem Schultersieg gegen Süleyman Zümbül ebenfalls auf die Maximalwertung.
Einzig Finn Weiß musste sich in der Klasse bis 71 kg Mohammad Paskeh geschlagen geben und sorgte damit für die einzigen Mannschaftspunkte der Gastgeber. Anschließend dominierte Aue jedoch nach Belieben. Witas Behrendt (75 kg griechisch-römisch), Vasile Diacon (75 kg Freistil), Luca Dariozzi (80 kg griechisch-römisch), Ryoya Yamashita (80 kg Freistil) sowie Connor Sammet im Schwergewicht gewannen jeweils vorzeitig und holten die maximale Punktausbeute.
Arkadiusz Kulynycz profitierte in der Klasse bis 86 kg von einer kampflosen Wertung, während Patryk Dublinowski im Freistil bis 98 kg mit einem Punktsieg weitere zwei Mannschaftszähler beisteuerte. Der klare 34:4-Endstand spiegelte die Überlegenheit der Erzgebirger eindrucksvoll wider. Acht der zehn Einzelkämpfe gingen an Aue, sechs davon sogar mit der Höchstwertung von vier Mannschaftspunkten.
Allerdings waren die An- und Abreise ein Tag der Extreme. Los ging es am Sonntagmorgen 06:30 Uhr mit zwei Kleinbussen nach Saarbrücken. An dieser Stelle bedanken sich die Ringer wieder ausdrücklich bei der Auto Leonhardt GmbH für die Bereitstellung eines Kleinbusses. Nach dem Kampf ging es die knapp 600 km zurück ins Erzgebirge. Ankunft war hier in der Nacht um 01.00 Uhr.
Auch am vergangenen Wochenende ließ der FC Erzgebirge Aue dann vor heimischem Publikum keine Zweifel aufkommen und setzte sich gegen den ASV Hüttigweiler mit 21:2 durch. Den Auftakt machte Teetje Richter, der seinen Gegner Robin Schröck in der Klasse bis 61 kg souverän mit 9:0 Wertungspunkten bezwang und drei Mannschaftspunkte einfuhr. Mark Wagner bestätigte seine starke Form und gewann bis 66 kg deutlich gegen Gleb Titov. Pavel Graur legte im Freistil bis 71 kg mit einem ungefährdeten 14:0-Sieg nach.
Marco Stoll steuerte im griechisch-römischen Stil bis 75 kg weitere zwei Mannschaftspunkte bei, bevor Ryoya Yamashita mit einem technisch überlegenen 15:0-Erfolg gegen Leo Gaal den Höhepunkt des ersten Kampfabschnitts setzte. Einen Punkt für die Gäste holte Kevin Titov, der Robert Schröder in der Klasse bis 80 kg griechisch-römisch knapp bezwingen konnte. Die Auer Antwort folgte jedoch prompt: Mohammad Mottaghinia dominierte gegen Valentin Borzin klar und stellte den alten Abstand wieder her.
In den oberen Gewichtsklassen überzeugten Arkadiusz Marcin Kulynycz mit einem knappen Punktsieg gegen Mathis Jochum sowie Patryk Dublinowski, der Denis Balaur kontrolliert besiegte. Im Schwergewicht musste Connor Sammet zwar Jan Krempin knapp den Vortritt lassen, es war der zweite Punkt für die Gäste. Am deutlichen Gesamterfolg für den FC Erzgebirge Aue änderte dies jedoch nichts mehr.
Mit den beiden Erfolgen untermauern die Ringer des FC Erzgebirge Aue ihre starke Frühform. Besonders beeindruckend ist die Ausgeglichenheit des Kaders: Sowohl im freien Stil als auch im griechisch-römischen Stil gelangen zahlreiche deutliche Siege und technische Überlegenheit. Die Mannschaft präsentiert sich geschlossen, kampfstark und in nahezu jeder Gewichtsklasse konkurrenzfähig. Die insgesamt 55 erzielten Mannschaftspunkte aus den beiden Begegnungen sprechen eine klare Sprache und machen Lust auf die kommenden Aufgaben. Und diese werden umso schwerer, denn am 26. September 2026 reist das Team zum amtierenden Deutschen Meister Wacker Burghausen. Eine Woche später steht ein weiterer Auswärtskampf gegen die KG Baienfurt / Ravensburg an. Am 10. Oktober 2026 folgt der nächste Höhepunkt in der heimischen Halle. Mit dem ASV Schorndorf gastiert der Deutsche Meister 2024/2025 und Halbfinalteilnehmer um die Deutsche Meisterschaft 2025/2026 in Aue. Die Veilchen-Ringer sind gewappnet.



