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Lucky Punch ins späte Glück

Marcel Bär trifft in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg bei Lok Leipzig

Der FC Erzgebirge Aue hat das Top-Spiel des 7. Spieltages beim amtierenden Meister 1. FC Lok Leipzig dank eines späten Treffers von Kapitän Bär mit 2:1 gewonnen. In einer intensiven Begegnung auf Augenhöhe hatten die Veilchen vor 8023 Zuschauern das glücklichere Ende für sich.

 

Bei bestem Fußballwetter wollten die Hausherren im Bruno Plache-Stadion unbedingt den ersten Heimsieg der Saison einfahren, der FCE stellte sich auf hochmotivierte Leipziger ein und wirkte von Beginn an aufmerksam. Ein zu kurzer Rückpass brachte Marcel Bär nach wenigen Minuten in Schussposition, den Querpass von Simon Skarlatidis setzte der Torjäger knapp am leeren Tor vorbei (5.). Aue schaffte gegen fehleranfällige Lok-Kicker immer wieder frühe Ballgewinne, Nils Lihsek legte sich auf dem Weg in den Strafraum den Ball etwas zu weit vor (21.) und Linus Queißer prüfte den Lok-Keeper mit einem Linksschuss fast von der Grundlinie (27.). Die Gastgeber kamen in der Schlussphase der ersten Halbzeit besser ins Spiel, kurbelten immer wieder über die linke Seite in Person von Öztürk die Offensive an. Zweimal war Martin Männel im Tor gegen den Wirbelwind zur Stelle und machte die kurze Ecke zu (29., 33.). Mit einem leistungsgerechten Remis ging es in die Pause.

 

Das Spiel blieb auch nach dem Wechsel umkämpft und teilweise fahrig mit ungenauen Abspielen und vielen knackigen Zweikämpfen. Erneut setzte Öztürk für Lok das erste Achtungszeichen von Durchgang zwei (50.), dann kam Ziane nach Eingabe einen halben Schritt zu spät (52.). Mitten in diese gute Leipziger Phase hinein traf Linus Queißer nach Doppelpass über Außen und klugem Rückpass von Simon Skarlatidis zum 0:1 (54.) für den FC Erzgebirge Aue. Fast im Gegenzug hatte Lok nach einem Luftloch die Chance zum 1:1 und läutete damit die druckvollste Phase der Gastgeber ein. Der Ausgleich durch einen satten Schuss von Kaiser zum 1:1 (70.) war in diesen Minuten verdient, weil der FCE die Spielkontrolle immer mehr abgab. Anschließend blocke Maxim Burghardt in letzter Sekunde gegen Öztürk (75.), mit körperlich robusten Einwechslungen machte es Lok der Auer Defensive schwer.

 

Doch die Veilchen befreiten sich wieder, hatte durch eine Flanke von Christoph Pauling auf Finn Heidrich selbst wieder einen offensiven Akzent (77.) und näherte sich in der hektischen Schlussphase mehrfach dem Lok-Tor. Nils Lihsek hatte im Strafraum Pech im Abschluss (86.), Marcel Bär probierte es mit der Hacke (89.) und auf der Gegenseite musste Martin Männel bei einem satten Drehschuss auf der Hut sein (91.). Als alles in der dreiminütigen Nachspielzeit nach einem gerechten Remis aussah, profitierte der FC Erzgebirge mit einem Lucky Punch von einem katastrophalen Fehlpass an der Mittelinie. Stylianos Kokovy schaltete blitzschnell und spielte in die Tiefe zu Marcel Bär. Der Kapitän gewann das Laufduell und lupfte den Ball über den herauseilenden Leipziger Keeper hinweg zum 1:2 in die Maschen (93.). Mannschaft und fast 2000 mitgereiste Fans feierten das späte Glück gemeinsam ausgiebig, während Lok mit leeren Händen auf den Rasen sank.

 

FCE: Männel – Burghardt (88. Prosche), Kapp, Strietzel, Kokovas, Angleberger, Lihsek (Loubongo), Maciejewski (74. Pauling), Queißer (71. Kamm), Skarlatidis (74. Heidrich), Bär.