Im vierten Anlauf
Knoten ist bei Christoph Pauling geplatzt
Gerade rechtzeitig platzte am Mittwochabend bei Christoph Pauling der Knoten. Mit seinem ersten Saisontor brachte der pfeilschnelle Angreifer den FC Erzgebirge Aue in Magdeburg auf die Siegerstraße. Der vierte Anlauf war endlich ein Volltreffer.
Als alleinige Spitze in Abwesenheit des angeschlagenen Marcel Bär lastete Verantwortung auf den Schultern des Christoph Pauling. Der 26-jährige Neuzugang aus Meuselwitz sah dieses Auswärtsspiel jedoch als Chance – und nutzte sie. Zunächst setzte er sich im Laufduell eindrucksvoll durch und traf per Flachschuss den Innenpfosten, wie schon am ersten Spieltag gegen Altglienicke. Dann traf er den Ball aus Nahdistanz nach Zucker-Steckpass von Nils Lihsek nicht richtig und nach dem Wechsel scheiterte er nach einem Ball in die Tiefe allein vor dem Tor am FCM-Keeper. Während andere nach dem Auslassen solcher Hochkaräter verzweifeln, probierte er Christoph Pauling ein weiteres Mal. Diesmal trat er links im Strafraum an, ging ins Eins gegen Eins und traf zum 0:1. Eine Erlösung. Für ihn persönlich, vor allem aber für die gesamte Mannschaft. Der Treffer wird ihm guttun, Selbstvertrauen geben nach der Wartezeit auf den ersten Treffer zu Saisonbeginn.
Schon im Landespokal orakelte Steffen Ziffert, dass die beiden Tore in Weißwasser dem engagierten Stürmer Auftrieb geben könnten. Sein Tempo war immer schon bemerkenswert, der Abschluss verbesserungswürdig. Nun ist der Bann gebrochen bei Christoph Pauling, es darf gern so weiter gehen.
Apropos Knoten geplatzt: Mit einem direkten Freistoß der Marke „Bilderbuch“ trug sich auch Nils Lihsek am Mittwoch erstmals in die Torschützenliste ein. Die 17 Saisontreffer verteilen sich somit auf neun verschiedene Schützen in Lila-Weiß. Eine erstaunliche Breite.



