Zum Hauptinhalt springen

Heißer Start in die neue Spielzeit

Anschwitzen in Marienberg – die Veilchen sind zurück aus der Sommerpause und beginnen die Spielzeit mit den ersten Testspielen der neuen Saison. Der Auftakt stieg beim FSV Motor Marienberg, bei denen sich die neu formierte Truppe souverän präsentierte und mit 7:0 gewann. Unser Spielbericht.

Die Uhren sind wieder auf Null gestellt. Nach dem enttäuschenden Abschneiden in der vergangenen Spielzeit treten die Veilchen mit einer komplett umgebauten Mannschaft in der Regionalliga Nordost an. Mit Martin Männel, Marcel Bär, Max Uhlig und Maxim Burghardt blieben nur vier Spieler erhalten. Somit streiften sich in Marienberg eine ganze Reihe neuer Kicker das erste Mal das Veilchentrikot über. Trainer Khvicha Shubitidze entschied sich nach der ersten Trainingswoche für folgende Startelf: Im Tor startete Max Uhlig, die Abwehr bildeten Jonas Kehl, Patrick Kapp, Stylianos Kokovas und Levi Wagner. Devin Angleberger, Maxim Burghardt, Tim Maciejewski und Jugendspieler Quentin Fraulob begannen im Mittelfeld und für Torgefahr sollten Marcel Bär und Probespieler Linus Queißer sorgen.

Bär trifft doppelt

In der Abendsonne über dem Lautengrundstadion ging es ins Spiel. Aue übernahm die Spielkontrolle und nach fünf Minuten gelang es der neuen Mannschaft, die Abwehr erstmals zu überspielen. Nach einem Steckpass aus dem Halbfeld war Levi Wagner im Strafraum freigespielt. Der Neuzugang aus der Reserve von Werder Bremen behielt die Übersicht und legte auf Marcel Bär quer. Aus sieben Metern Entfernung hatte der Kapitän der Lila-Weißen keine Mühen und stellte auf 1:0. Ein Start nach Maß, aber Motor Marienberg versteckte sich nicht. Die Elf aus der Landesklasse hatte erst am vergangenen Wochenende die Spielzeit auf dem vierten Platz abgeschlossen und verteidigte die eigene Hälfte eingespielt und routiniert. Offensiv konnten die Motoren nur Nadelstiche setzen. Kurz nach dem Treffer hatte es ein Versuch der Hausherren aber in sich. Nach einem Seitenwechsel wurde die Auer Abwehr auseinandergezogen und in der anschließenden Flanke konnte sich Stürmer Rick Bauer von seinen Bewachern lösen. Denkbar knapp segelte der Ball über die Querlatte.

Die Veilchen brauchten deutlich länger zum Nachlegen. Marienberg verteidigte den eigenen Strafraum sehr abgeklärt und schaffte es immer wieder, die Schotten zu schließen. Erst vor der Pause schwand bei den Motoren die Konzentration. Nach einem strammen Schuss von Tim Maciejewski stand Linus Queißer goldrichtig und staubte aus der Nahdistanz ab. Kurze Zeit später legte Aue mit einem Doppelschlag nach. Maxim Burghardt behauptete in der 37. Minute den Ball nach einer Ecke und konnte aus spitzem Winkel Keeper Günther überwinden. Nur Augenblicke später veredelte Marcel Bär eine Kombination und Hereingabe von links und stellte auf 4:0.

Kaps löst den Knoten

Mit dem Seitenwechsel rotierte auch Trainer Shubitidze einmal durch. Mit Kapp, Kokovas und Queißer blieben nur drei Spieler aus der Startelf im Spiel. Trotz der vielen Wechsel änderte sich an der Marschrichtung nichts. Aue drängte auf die nächsten Treffer, aber die Motoren hatten offensichtlich ihren besser aufgelegten Keeper im ersten Durchgang geschont. Petr Svarc stand im zweiten Durchgang im Tor des FSV und der Schlussmann wurde für die Veilchen zum unüberwindbaren Hindernis. Zwar erspielten sich die Neuen eine ganze Reihe guter Chancen, aber entweder fehlten beim Abschluss Zentimeter oder Svarc und seine Hintermänner schmissen sich im letzten Moment in den Schuss. Die Nummer 12 der Motoren entschärfte durchaus sehenswert die Torchancen von Kapp, Pauling und Queißer und kratzte in der 67. Minute auch einen scharf geschossenen Freistoß von Simon Skarlatidis aus dem Eck. 

Erst nach der Trinkpause löste Aue den Knoten. Dafür musste Simon Skarlatidis aber auch tief in die Trickkiste greifen. Per Hacke schickte der Routinier zwei Gegenspieler auf die falsche Fährte und so kam Hugo Kaps als Linksverteidiger im Strafraum in die Schussposition. Abgeklärt und präzise schob der Abwehrspieler ein und ließ bei seinem Schuss Svarc keine Chance – 5:0. Kurze Zeit später führte wieder ein Angriff über links zum Erfolg. Eingeleitet von Skarlatidis und Kaps wurde Finn Heidrich im Strafraum freigespielt und schob ein. Den Schlusspunkt setzte dann Nils Lihsek. Der zentrale Mittelfeldspieler, der im Sommer von Chemie Leipzig in den Schacht kam, zog nach einer Ecke aus dem Rückraum ab und versenkte die Kugel in den Maschen zum 7:0. Spieler der Partie war aber ohne Zweifel Motor-Keeper Petr Svarc. Ein gutes Dutzend Hochkaräter entschärfte der Schlussmann.  

Der Spielberichtsbogen

FC Erzgebirge Aue:

Uhlig (46. Männel) - Kehl (46. Prosche), Kapp (67. Burghardt), Kokovas (67. Wagner), Wagner (46. Kaps) - Angleberger (46. Lihsek), Burghardt (46. Pauling), Maciejewski (46. Heidrich), Fraulob (46. Kamm) - Bär (46. Skarlatidis), Queißer (67. Maciejewski)

 

Tore:

0:1 Bär (5.)

0:2 Queißer (29.)

0:3 Burghardt (37.)

0:4 Bär (38.)

0:5 Kaps (70.)

0:6 Heidrich (75.) 

0:7 Lihsek (82.)



Zuschauer:

1.000

 

Glück Auf!

 

 

Bilder: Dennis Hambeck

Text: Max Richter