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Heimsieg als Chefsache

Marcel Bär als Wegbereiter des 3:2 gegen den BFC

Der erste Punktspiel-Heimsieg des FC Erzgebirge Aue im Kalenderjahr 2026 wurde zur Chefsache. Denn Kapitän Marcel Bär ebnete den Weg zum 3:2 gegen den BFC Dynamo auch ohne eigenen Treffer.

 

Der Torjäger und Routinier gehört zweifellos zu den besten, populärsten und gefürchtetsten Spielern der Regionalliga Nordost. Er wird eng bewacht, gedoppelt, geschoben. Ausschalten kann man einen Spieler seines Kalibers dennoch nie ganz. Mit nur zwei überragenden Aktionen setzte Marcel Bär seine Mitspieler in Szene, war Wegbereiter des 2:1 und auch des 3:2. Mit Fähigkeiten, die nur wenige haben.

 

So kurz vor der Pause. In arger Bedrängnis sicherte der FCE-Kapitän den Ball auf Höhe Mittellinie mit dem Rücken zum Tor, setzte sich durch und spielte im Fallen mit dem schwächeren linken Fuß einen perfekten Pass in die Tiefe zu Torschütze Linus Queißer. Prädikat Extraklasse. Von beiden. Technisch sogar noch anspruchsvoller war dann die Ballbehandlung von Marcel Bär in der 90. Minute. Einen weiten Diagonalschlag erlief er zunächst, nahm den Ball über Kopf mit sauberem ersten Kontakt an und sorgte damit überhaupt erst für die letzte Torchance des Spiels, die Tim Maciejewski zum Siegtreffer nutzte.

 

Zuvor hatte sich Marcel Bär regelmäßig aus der Spitze ins Mittelfeld fallen lassen, wich auf die Flügel aus, traf per Flugkopfball ins gegnerische Netz – doch das Tor zählte wegen vermeintlicher Abseitsposition nicht. Seine Präsenz ist dennoch bemerkenswert und einmal mehr Fundament für den Erfolg. Auch ohne eigenen Treffer.

 

Apropos Chefsache: Auch der „große Chef“ griff ein, als manche seiner Schützlinge nach eigenen Angaben die Aufgaben nicht gleich verständen hätten. Der korrigierende Eingriff von Trainer Khvicha Shubitidze läutete die Schlussphase ein – und sorgten für den Dreier. Kaum zu glauben, es war der erste Heimsieg 2026. Aber ganz bestimmt nicht der letzte.

 

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