Gestenreich von A bis Z
Aue bezwingt Zwickau. Der Finalsieg im sächsischen im Wernesgrüner-Landespokal war verdient – von A bis Z. Das gilt auch für Gesten rund um das würdige Endspiel vor toller Kulisse.
Zur traditionellen Bundesliga-Anstoßzeit um 15.30 Uhr nahm der FCE zum dritten Mal in Folge Anlauf, die Trophäe endlich wieder ins Lößnitztal zu holen. In den Jahren 2024 und 2025 mussten die Veilchen jeweils als Final-Verlierer erst Dresden und dann Leipzig auswärts gratulieren, diesmal behauptete sich Aue beim ambitionierten und euphorisierten Gastgeber. Es war kein glücklicher Sieg, sondern eine konzentrierte, disziplinierte und effektive Leistung des leichten Favoriten.
Gemessen an der großen Rivalität war es ein erfreulich faires Finale, ein insgesamt respektvoller Umgang. Erst als sich die Zwickauer Mannschaft bei den eigenen Fans für eine starke Saison bedankt und langjährige Spieler verabschiedet hatte, begann vor dem Gästeblock die Siegerehrung. Marcel Bär holte Martin Männel an seine Seite für die Entgegennahme des sehenswerten Pokals. Eine schöne Geste. Das gilt auch für die Tatsache, dass der „Pott“ in den Fanblock gereicht wurde – als Dankeschön und Wertschätzung für die Unterstützung einer insgesamt enttäuschenden Spielzeit, denn der finale Pokalsieg war bei aller Freude über den Einzug in den DFB-Pokal nur Schadensbegrenzung. Und schließlich skandierten die FCE-Anhänger ausgiebig den Namen des FCE-Trainers Khvicha Shubitidze, der das Team in den vergangenen Wochen wieder in die Spur gebracht und somit die Basis geschaffen hat für den fünften Pokalsieg des FC Erzgebirge Aue.
Die Mannschaft geht nun in die Sommerpause, Trainingsauftakt in Vorbereitung der nächsten Saison wird am 21. Juni 2026 sein. Nicht mehr dabei ist dann auch Can Özkan. Der Pechvogel hat sich nach langem Kampf um seine Gesundheit vom Team verabschiedet, muss seine aktive Laufbahn wegen anhaltender Beschwerden im mehrfach operierten Knie schweren Herzens beenden. Der FCE wünscht ihm nach zweijähriger Leidenszeit alles erdenklich Gute. Das gilt auch für Mika Clausen, der verletzungsbedingt im Endspiel fehlte und vor seinem Wechsel zum SC Verl dennoch auf dem Rasen mit seinen Mitspielern den Pokalsieg bejubelte.


