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Gegenseitige Wertschätzung

Nationaltorwart wartete geduldig auf FCE-Rekordkicker

Martin Männel war ein gefragter Gesprächspartner nach dem Pokal-Aus gegen die TSG 1899 Hoffenheim, doch er hatte es eilig. „Oli wartet“, bat er um Verständnis und meinte niemand anderes als Oliver Baumann, aktuell wohl die Nummer 1 in der Deutschen Nationalmannschaft.

 

In der Tat wartete Oliver Baumann geduldig in der Mixed-Zone, bis sein Torwart-Kollege Martin Männel seine medialen Aufgaben erledigt hatte. Er selbst hatte einen geruhsamen Tag, ließ seinem Stellvertreter im TSG-Kasten im DFB-Pokal den Vortritt. Zum Bundesliga-Start wird der Nationalkeeper wieder ins Gehäuse zurückkehren und weiterhin an seinem Legenden-Status arbeiten.

 

Bereits auf dem Rasen hatten die beiden „Dinos“ zueinander gefunden und ihre Trikots getauscht. In den Katakomben ging das Gespräch dann weiter. Sehr ausführlich. Martin Männel und Oliver Baumann kennen sich nicht persönlich, dennoch respektieren sie sich und haben einiges voneinander gehört. „Für mich gehört Oli zu den meistunterschätzten Torhütern in Deutschland“, sagt Martin Männel und bestätigt die gegenseitige Wertschätzung, die auch optisch im vertrauten Austausch sichtbar wurde.

 

Oliver Baumann (36) hat 523 Bundesliga-Spiele für Hoffenheim und Freiburg absolviert, sein zwei Jahre älterer Kollege Martin Männel steht kurz vor seinem 600. Pflichtspiel für den FC Erzgebirge Aue (597). Der Rekordspieler des FCE wird auch gegen Hertha BSC II und bei Lok Leipzig das Tor hüten, Max Uhlig muss mit einer Schulterverletzung vorsichtshalber einige Tage pausieren. Der Routinier im Veilchen-Tor zeigte auch am Sonnabend einmal mehr, dass auf ihn Verlass ist. Chancenlos bei der 0:4-Niederlage machte er mit zahlreichen Paraden auf sich aufmerksam. Auch wenn es längst keines Beweises mehr bedurft hätte. Das weiß sogar Nationaltorwart Oliver Baumann, der als Nummer 1 für die WM vorgesehen war und dann Manuel Neuer den Vortritt lassen musste. Vermutlich hat er Martin Männel auch von dieser Erfahrung berichtet am Sonnabend in der Mixed-Zone des eins-Erzgebirgsstadions.

 

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