Gegen alle Widerstände
FCE-Team steckte zahlreiche Rückschläge weg
Neu-Deutsch heißt der Fachbegriff wohl „Resilienz“. Widerstandsfähigkeit ist aber verständlicher. Die Mannschaft des FC Erzgebirge Aue steckte am Sonnabend beim Spitzenspiel in Erfurt mehrere Rückschläge weg, zeigte Moral und holte mit großem Kampfgeist einen Punkt. Nicht nur für die Moral.
Die Vorzeichen standen alles andere als günstig vor dem Schlagerspiel Erster gegen Dritter am Ende einer kräftezehrenden englischen Woche. Dass die Veilchen ungeschlagen aus dem Dreierpack innerhalb von acht Tagen hervorgingen und sieben Punkte einfuhren, erfreute nicht nur die 2000 mitgereisten Fans in Erfurt. Auch Trainerteam und Vorstand waren angesichts der misslichen Umstände stolz auf die Jungs auf dem Rasen.
Wie schon in Magdeburg fehlte auch in Erfurt Kapitän Marcel Bär mit Kniebeschwerden, er nahm als moralische Unterstützung dennoch auf der Bank Platz. Linus Queißer musste krankheitsbedingt passen, bei Simon Skarlatidis reichte es wegen hartnäckiger Erkältung nur für wenige Minuten, Patrick Kapp und Christoph Pauling gaben trotz grippaler Symptome grünes Licht und auch Stylianos Kokovas saß angeschlagen auf der Bank. Der FCE schleppte sich also geschwächt zum Tabellenführer und mobilisierte vor 13.200 Zuschauern die letzten Körner im zweiten Auswärtsspiel in Serie.
Gegen die beste Offensive der Regionalliga Nordost ließen die Lila-Weißen nur sehr wenig zu, verdauten das 1:0 nach Standard ebenso wie das späte 2:1. Zwei Rückstände wurden egalisiert, das Unentschieden verdienten sich Martin Männel und Kollegen redlich. Genauso wichtig wie der Punkt war die mutmachende Erkenntnis, dass diese Mannschaft zusammenhält, füreinander da ist, sich unterstützt und Ausfälle kompensiert. Gemeinsam. Als Einheit. Mit ausgeprägtem Teamgeist und dem Glauben an die eigene Stärke. Das späte Remis im Steigerwaldstadion wurde zum gefühlten Sieg – der Moral und Widerstandsfähigkeit.


