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Flutlicht mit Gänsehaut

FC Erzgebirge Aue führt Zuschauer-Ranking an

Noch vor der sportlichen Analyse samt hohem Unterhaltungswert und bemerkenswerter Dramaturgie stand nach Abpfiff in ausnahmslos alles Statements von Spielern und Trainern das Thema „Atmosphäre“ an erster Stelle. Flutlicht mit Gänsehaut.

 

BFC-Trainer Sven Körner begann seine Spielauswertung mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die Power, die Energie, die Stimmung im eins-Erzgebirgsstadion. Sie sucht in dieser Liga ihresgleichen. Eine fünfstellige Kulisse am Donnerstagabend übertraf die kühnsten Erwartungen, die Akustik war gigantisch, die Mannschaft von den eigenen Fans begeistert. Es war beileibe kein Zufall, dass das Team unter Mobilisierung der letzten Kräfte im Vollsprint Richtung Fankurve rannte – als Dankeschön für diese unfassbare Unterstützung. Sie war die Basis dafür, dass der FCE in der Schlussminute doch noch zum Siegtreffer kam.

 

„Ein gutes Drehbuch“ schmunzelte auch Aue-Coach Khvicha Shubitidze zu Beginn seiner Ausführungen. Nicht alles hat ihm gefallen bei der Sezierung der erbrachten Leistung. Aber die Einstellung, die Herangehensweise, das Wechselspiel mit den Anhängern auf den Tribünen – avancierten zum Sieggaranten in letzter Minute.

 

Der FC Erzgebirge Aue rangiert nach drei Spieltagen vorerst auf Platz eins der Regionalliga Nordost – im Zuschauerranking. 18876 Besucher kamen zu den beiden bisherigen Heimspielen ins eins-Erzgebirgsstadion. Wahnsinn. Chemnitz, Erfurt und Jena brachten es bei ebenfalls zwei Partien auf eigenem Rasen auf etwa 15.000. Ebenfalls gut, aber nicht so gut wie das Lößnitztal. Am erfreulichsten jedoch nach dem 3:2 gegen den BFC Dynamo und dem 3:3 gegen Altglienicke: Die Mannschaft macht Spaß, sie gibt Gas, hat den Schulterschluss mit den Fans in Windeseile geschafft. Die allermeisten Zuschauer wollen wiederkommen. Für die nächste Gänsehaut, sogar ohne Flutlicht.

 

Hier gibts TICKETS für das Heimspiel gegen den BFC Preussen.