Flammender Appell
Khvicha Shubitidze macht aus seinem Herzen keine „Mördergrube“. Der Cheftrainer des FC Erzgebirge Aue wartete im Pressegespräch vor dem Pokalspiel beim FC Eilenburg gar nicht erst auf Fragen, sondern stellte sich mit einem flammenden Appell vor seine Mannschaft.
Nach der unglücklichen Heimniederlage gegen Chemie Leipzig sei viel Kritik an ihn herangetragen worden. „Ich lese keine Social Media-Kommentare. Aber es ist trotzdem einiges an Einschätzung auf meinem Tisch gelandet. Von Freunden und auch so genannten. Deshalb möchte ich ausdrücklich darum bitten: Richtet die Kritik an mich. Ich bin verantwortlich, ich kann damit umgehen. Aber lasst die Jungs in Ruhe“, so Khvicha Shubitidze.
Er kenne das aus eigenem Erleben. Auch ihm wurde lange attestiert, zu klein zu sein, Defizite zu haben, es nicht zu schaffen. „Shubi“ hatte das immer als Ansporn betrachtet und ist seinen Weg gegangen. Deshalb weiß er besser als die meisten: Spieler brauchen Vertrauen, Rückendeckung, Geduld. „Viele haben noch nie vor solchen Kulissen gespielt, kennen diesen Druck nicht, die Erwartungshaltung kommt dazu. Die meisten sind junge Kerle, haben kleinere und größere Sorgen. Gesundheitlich oder auch mal zu Hause. Meine Aufgabe ist es, die Jungs zu schützen und ihnen Zeit zu geben. Ich arbeite täglich mit ihnen, sehe ihre Bereitschaft und Lernwilligkeit. Doch eine Stadt ist nicht in drei Monaten erbaut, nicht mal ein Dorf. Das ist ein Prozess“, führt Khvicha Shubitidze weiter aus.
„Shubi“ trägt sein Herz auf der Zunge. Deshalb nutzte er die Gunst der Stunde und ging in die Offensive. Leidenschaftlich, sachlich, konkret.
Die Pressekonferenz in voller Länge gibt es auf dem Youtube-Kanal des FC Erzgebirge Aue.


