FCE unterstützt Kompassmodell
NOFV erhielt klaren Auftrag der Vereine
Im Ringen um eine Reform der Aufstiegsregelung und damit verbunden der Staffeleinteilung n den Regionalligen gab es am Montagabend abermals eine Zusammenkunft der NOFV-Vereine. Die überwiegende Mehrheit sprach sich für das sogenannte „Kompassmodell“ mit 20 Mannschaften aus.
Der Nordostdeutsche Fußball-Verband erhielt damit einmal mehr den klaren Auftrag seiner Mitgliedsvereine, den DFB als Dachverband zu Reformen zu drängen. Der FC Erzgebirge Aue engagiert sich seit mehr als einem Jahr Teil für die Aufstiegsreform aus 2025, nach der Meister aufsteigen müssen. Bis zur finalen Umsetzung bleibt jedoch noch viel Arbeit und Überzeugungskraft.
FCE-Vorstandsmitglied Jörg Püschmann nahm am Montag an der Veranstaltung teil. „Der gestrige Abend war nochmals harte Arbeit. Besonders weil aus unverständlichen Gründen vier Tage vor der Abstimmung die Ligastärke stillschweigend geändert wurde. Wir gehen jedoch weiterhin davon aus, dass der mehrheitliche Beschluss der Vereine pro Kompassmodell mit vier Staffeln und je 20 Mannschaften zur Saison 2028/29 umgesetzt wird. Dank der Solidarität der Vereine, des unermüdlichen Einsatzes einiger Protagonisten und die Rückendeckung der Fanszenen kam überhaupt erst Bewegung in die jahrelang verschleppte Thematik.“
Die aktuelle Pressemitteilung des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) zur Thematik im Wortlaut:
Mit Blick auf eine mögliche Regionalliga-Reform hatten die Vereine der 3. Liga sowie der Regional- und Oberligen in ganz Deutschland abgestimmt: Die Ergebnisse der einzelnen Regionen der zeitgleich durchgeführten Vereins-Abstimmung durch die fünf Träger der Regionalligen West, Südwest, Bayern, Nord und Nordost haben dabei kein gänzlich einheitliches Bild ergeben. Im Westen (60,9 Prozent), Norden (61,5 Prozent) und Nordosten (76,3 Prozent) favorisierten die Klub-Verantwortlichen das „Kompassmodell“. Im Südwesten erreichte das „Regionenmodell“ die Mehrheit (93,1 Prozent), in Bayern sprachen sich die Abstimmenden (52,4 Prozent) mehrheitlich für die Ausarbeitung neuer Modelle aus.
Mit diesen Ergebnissen wurde die Maßgabe nicht erreicht, wonach eine Umsetzung zur Saison 2028/29 nur dann zum Tragen kommt, sollten sich die Vereine aller fünf Regionen in ihren Abtimmungen jeweils für ein- und dasselbe vorgeschlagene Modell entscheiden. Damit ist der Prozess der beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingesetzten Arbeitsgruppe beendet. Ziel aller Regionalliga-Träger ist und bleibt es, eine Struktur zu schaffen, die Aufstiegsspiele zur 3. Liga nicht mehr vorsieht. Die Ergebnisse werden zeitnah mit dem DFB erörtert, um gemeinsam den weiteren Fortgang zu definieren.
Hermann Winkler, NOFV-Präsident: „In der Diskussion, die am Abend in Mahlow stattfand, wurde deutlich, dass die Vereine auf Veränderungen drängen. Sie haben sich mit einer deutlichen Mehrheit für das Kompassmodell ausgesprochen – allerdings nur unter der Voraussetzung einer 20er-Staffel. Dieses klare Votum nehmen wir mit in die weiteren Gespräche.“
Teilnehmerfeld Regionalliga Nordost 2026/27:
FC Erzgebirge Aue
1.FC Lok Leipzig
FC Carl Zeiss Jena
FSV Zwickau
Hallescher FC
FC Rot-Weiß Erfurt
VSG Altglienicke
Chemnitzer FC
BFC Preussen
1.FC Magdeburg II
FSV Luckenwalde
SV Babelsberg 03
BSG Chemie Leipzig
Hertha BSC II
Greifswalder FC
SV Tasmania Berlin
RSV Eintracht 1949


