Es ist noch Suppe da
Trainingslager-Tagebuch: Der Montag
Das Trainingslager-Tagebuch des FC Erzgebirge Aue kommt diesmal aus dem tschechischen Roudnice nad Labem. In verkürzter Ausgabe weil nicht mal ganz eine Woche. Aus dem Camp berichtet diesmal einer der vielen Neuzugänge – wie gewohnt inkognito. Heute: Der Montag.
Die erste Nacht im Quartier toppte alle Erwartungen. Oder Befürchtungen. Denn die Zimmer sind zwar wirklich nett eingerichtet, unter dem Dach allerdings staut sich die Hitze und die Ventilatoren sind auch nur temporär einsatzfähig. Viele Mannschaftskollegen zogen sogar auf den Flur um, weil es dort minimal kühler – besser: erträglicher – war als im Bett. Hatte was von Klassenfahrt in die Jugendherberge. Aber wir sind schließlich auch nicht hier, um möglichst erholsamen Schlaf zu finden.
Während es in Aue daheim dem Vernehmen nach sogar mal regnete am Montagvormittag, warten wir hier im Nachbarland vergeblich auf Nasses von oben. Somit bleibt Wasser aus der Flasche das begehrteste Utensil im Trainingslager. Inzwischen ist es etwas bewölkt, vielleicht tut sich ja was – vor der Nachtruhe. Und weil es so schön mollig ist, gab es beim wirklich wohlschmeckenden Essen als Startup erstmal: heiße Suppe. Macht Sinn. Kaltschale wäre den meisten wohl lieber gewesen, insofern blieb nach dem Mittagsmahl zu konstatieren – es ist noch Suppe da.
Sportlich ging es vornehmlich um Abläufe. Der Trainer unterbrach regelmäßig, da war auch niemand böse drüber. Einfach mal stehen bleiben. Apropos: Mein junger Kollege Finn Heidrich scheint ein ganz cleveres Kerlchen zu sein. Reiste mit dicker Backe ab zum heimatlichen Arzt. Und schläft vermutlich zu Hause um einiges besser, sofern der Schmerz nachlässt. Gute Besserung an dieser Stelle. Auch uns „Campern“ für die zweite Nacht.
Guten Abend nach Aue und Umgebung
Euer Tagebuch-Neuzugang


