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Enttäuschung im Lernprozess

Erste Heimniederlage der Saison völlig unnötig

Die erste Heimniederlage der Saison war für den FC Erzgebirge Aue so unnötig wie ein Kropf. Trotz Spielkontrolle und Dominanz unterlagen die Veilchen mit 1:2 gegen Chemie Leipzig. Cheftrainer Khvicha Shubitidze tat es vor allem für die Fans leid. „Vor dieser Kulisse als Verlierer vom Platz zu gehen, war schon eine herbe Enttäuschung.“

 

Bei allem Ärger bemühte sich „Shubi“ um eine sachliche Einordnung. Seine Mannschaft hatte deutliche Feldvorteile, auch mehr Chancen als der Gegner. Zwei Gegentore nach Standards führten jedoch zum 1:2, effektive Leipziger hatten im gesamten Verlauf nur diese beiden Möglichkeiten plus Konter mit Lattentreffer. „Wir befinden uns mitten in einem Lernprozess“, erklärte der FCE-Trainer. Die Gastgeber hätten bei Großchancen von Christoph Pauling und Willi Kamm neben dem sehenswerten Tor von Tim Maciejewski bereits 2:0 oder gar 3:0 führen können wenn nicht gar müssen, ehe Chemie nach Eckball zum überraschenden Ausgleich kam.

 

Beim unermüdlichen Anrennen in der Schlussphase fehlte dem FC Erzgebirge Präzision, die Aktionen wurden zunehmend ungestüm und hektisch im Bemühen um den Ausgleich. Simon Skarlatidis und Maxim Burghardt hatten die besten Chancen, sie blieben ungenutzt. Aue belohnte sich nicht für immensen Aufwand und klare Vorteile, tapfer kämpfende Gäste brachten den knappen Vorsprung mit tiefem Block über die Zeit. Die Enttäuschung vor fast 12.000 Zuschauern war groß. Mitten im anhaltenden Lernprozess.