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Einer für Alle - Alle für Einen!

Veilchen-Ringer drehen Bundesliga-Kampf in Baienfurt

Die Ringer des FC Erzgebirge Aue haben am 5. Kampftag der Bundesliga bei der KG Baienfurt/Ravensburg hauchdünn mit 15:14 gewonnen. Nach einem 5:9-Rückstand zur Pause drehten die Veilchen-Ringer das hart umkämpfte Duell in der zweiten Hälfte und machten den Auswärtssieg im allerlletzten Kampf perfekt. Damit verteidigt Aue den 7. Tabellenplatz.

 

Chefcoach Björn Schöniger und Mannschaftsleiter Lutz Gerber hatten im Vorfeld die klare Maßgabe ausgegeben: Bei einer Niederlage möglichst wenige Mannschaftspunkte abgeben und die eigenen Kämpfe so hoch wie möglich gewinnen. Das Team setzte diese Vorgabe eindrucksvoll um. Die Auer traten wie die Musketiere auf: Einer für Alle – Alle für Einen!

 

Aue startete mit einer Niederlage. Teetje Richter kämpfte verbissen, musste sich dem starken Armenier Norik Harutyunyan im 61-kg-Freistil jedoch mit 0:10 geschlagen geben. Entscheidend: Teetje gab dabei nur drei Mannschaftspunkte ab. Anschließend lief es besser für den topmotivierten Connor Sammet. Gegen Jan Zirn setzte sich der Auer mit 8:2 durch und holte die ersten Mannschaftspunkte für die Veilchen. Im dritten Kampf musste Mark Wagner gegen den georgischen Meister Rashad Orujevi eine 0:6-Niederlage hinnehmen – die sich aus Auer Sicht beinahe wie ein Sieg anfühlte. Mark gab lediglich zwei Mannschaftspunkte ab. Auch Patryk Dublinowski hatte im 98-kg-Freistil einen schweren Stand. Radu Lefter, Europameister und Olympiateilnehmer, gewann technisch überlegen mit 15:0 und holte damit die einzigen vier Mannschaftspunkte für Baienfurt. 

 

Dann folgte ein wichtiges Signal aus Auer Sicht: der Moldawier Pavel Graur bezwang Ruwen Hund souverän mit 10:2. Zur Halbzeit lag Aue mit 5:9 zurück – ein Rückstand, der aufgrund der vorher erwarteten Punktverteilung gewissermaßen einkalkuliert war. Nach der Pause erhöhte Baienfurt zunächst noch einmal den Druck. In der Gewichtsklasse bis 86 kg gewann Daniel Cataraga gegen Aues Robert Schröder, der eine Gewichtsklasse aufgerückt war, mit 14:0. Robert gab dabei lediglich drei Mannschaftspunkte ab. Anschließend setzte sich Valeriu Toderean gegen Marco Stoll mit 6:0 durch. Ein starker Kampf von Marco, denn Baienfurt hatte hier mit vier Mannschaftspunkten gerechnet. Damit führte Baienfurt drei Kämpfe vor Schluss mit 14:5.

 

Doch jetzt kamen die Stärken der Veilchenringer zum Tragen! Der japanische U20-Weltmeister Ryoya Yamashita besiegte Marcel Käppeler mit 9:0 und leitete damit die Aufholjagd ein. Anschließend sorgte der moldawische Top-Ringer Vasile Diacon mit einem furiosen 17:0 gegen Fernando Mahmoud für vier Mannschaftspunkte. Vor dem letzten Kampf war damit wieder alles offen: 14:12 für Baienfurt. Nun lag es am italienischen Nationalkader Luca Dariozzi. Und Luca behielt die Nerven! Er zeigte gegen Nick Allgaier einen technisch starken Kampf und gewann souverän mit 14:0. Damit sicherte er seinem Team drei weitere Mannschaftspunkte und machte den 15:14-Auswärtssieg perfekt! Mit gekreuzten Hämmern verließ er jubelnd die Matte. Was für eine Aufholjagd!

 

Für Aue war dieser Erfolg nach dem zwischenzeitlich deutlichen Rückstand enorm wichtig. Besonders die geschlossene Mannschaftsleistung und die starke Aufholjagd nach der Pause machten am Ende den Unterschied. nringer – gemeinsam stark! Mit nun 6:4 Punkten bleibt der FC Erzgebirge Aue auf dem 7. Tabellenplatz der höchsten deutschen Kampfklasse. Am kommenden Wochenende erwarten die Veilchen am 10. Oktober mit dem favorisierten ASV Schorndorf den Deutscher Meister 2024/2025  in der heimischen Sporthalle in der Auer Neustadt.