Eine Träne im Knopfloch
Thomas Romeyke nimmt nach 22 Jahren berufliche Chance wahr
Es war durchaus zu erwarten, dass zahlreiche Spieler den FC Erzgebirge Aue nach Saisonende verlassen. Viele mit Wehmut, wie sie auf ihren Kanälen zum Ausdruck bringen. Deutlich überraschender ist nun der Weggang eines Urgesteins. Teammanager Thomas Romeyke wird den Kumpelverein nach 22 Jahren auf eigenen Wunsch verlassen. Mit einer Träne im Knopfloch.
„Diese Entscheidung ist mir brutal schwergefallen. Der FC Erzgebirge Aue ist mein Verein und wird es bleiben“, erklärt Thomas Romeyke. Er war Spieler-Vater, Trainer, Mannschaftsleiter und Busfahrer, hat Höhen und Tiefen erlebt, war stets mit Herzblut und großem Eifer bei der Sache. „Für mich hat sich noch einmal eine neue berufliche Chance ergeben. Vermutlich die letzte in meinem Alter. Die möchte ich ergreifen und gehe nicht im Groll“, so der 57-Jährige, der die Vereinsführung Ende vergangener Woche über diese Entscheidung informierte und sich über Medienberichte mit anderen aufgeführten Gründen wundert.
Thomas Romeyke hat viele Spieler und Trainer kommen und gehen sehen, nun nimmt er selbst Abschied: „Ich wünsche dem Verein natürlich alles erdenklich Gute, werde so oft es geht im Stadion sein und den Werdegang intensiv verfolgen. Nun aus anderer Perspektive. Aber nicht mit weniger Herzblut.“


