Der Preis ist heiß
Trainingslager-Tagebuch: Anreisetag
Das Trainingslager-Tagebuch des FC Erzgebirge Aue kommt diesmal aus dem tschechischen Roudnice nad Labem. In verkürzter Ausgabe weil nicht mal ganz eine Woche. Aus dem Camp berichtet diesmal einer der vielen Neuzugänge – wie gewohnt inkognito.
Die Sieben-Tage-Woche seit Arart in die Saisonvorbereitung mündete am Sonntag eine Woche nach dem unfassbar emotionalen Trainingsauftakt mit der Busfahrt ins Trainingslager. Der Preis ist heiß. Denn die vergangenen Tage hatten es in sich angesichts der Temperaturen und des Umfangs. Vom ersten Tag an wurde richtig Gas gegeben, jeder will sich zeigen. Da ist man beinahe froh, nicht zu den prominenten Oldies zu gehören, die nach den Einheiten noch andere Termine für Volk und Vaterland zu bewältigen hatten.
Am schwierigsten für mich als Novize: Mir alle Namen einzuprägen. Und wenn man denkt, man kann die Jungs alle zuordnen, kommt der nächste Neue oder es gibt Wechsel im Trainerteam. Anspruchsvoll. Die Reise ins Camp war noch recht entspannt. Und die Zimmer sind echt okay hier. Dumm nur: 41 Grad Celsius Außentemperatur, in den Zimmern gefühlt etwas höher unter dem Dach. Dann kann ja heiter werden. Hoffentlich scheucht uns Coach Shubi so sehr, dass der Schlaf schon vor lauter Erschöpfung von ganz allein übermannt.
Nach der ersten lockeren Einheit unmittelbar nach Ankunft wurde die Schwimmeinlage in der unmittelbaren Nachbarschaft fakultativ ausgeschrieben. Aber es gab wirklich niemanden, der dieses Abkühlangebot ausließ. Ab morgen geht’s hier weiter um Empfehlungen, Schaulaufen um potentielle Stammplätze und generell darum, einen Eindruck zu hinterlassen als einer der vielen Neuen. Da wird eben auf die Zähne gebissen. Der Preis (der Konkurrenzkampf) ist heiß. Hitze, Zimmer oder Müdigkeit zum Trotz. Jetzt wird erstmal geschlafen. Vermutlich ohne Decke.
Guten Abend nach Aue und Umgebung
Euer Tagebuch-Neuzugang


