Defensive Stabilität
Es ist kurios: Ausgerechnet die früheren Offensivspieler Khvicha Shubitidze und Enrico Kern haben als Trainerduo beim FC Erzgebirge Aue in den ersten beiden Spielen unter ihrer Regie dafür gesorgt, dass die Mannschaft defensiv wieder stabiler wirkt.
Vier Gegentore gegen Essen, zwei in Mannheim, fünf gegen Hoffenheim – hinten knirschte es beim FCE zum Teil auch durch individuelle Fehler und daraus resultierende Rückschläge. Die einstigen Abwehrrecken Jens Härtel und Christoph Dabrowski ärgerte die löchrige Defensive naturgemäß gewaltig. Ausgerechnet die Offensivdenkenden vergangener Tage haben nun die Flut ein an Gegentreffern vorerst eingedämmt. Ein Tor gab es in Regensburg, eins gegen spielfreudige Westfalen aus Verl.
„Ich bin ein Liebhaber des Offensivfußballs. Aber vor einigen Jahren habe ich gelernt: Ohne stabile Abwehr ist man auf Dauer nicht erfolgreich“, erklärte Khvicha Shubitidze am Donnerstag vor dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart II in Großaspach. Dort sollen die Veilchen im dritten Spiel unter Beweis stellen, dass die Defensive steht. Auch natürlich im Hinblick auf das wichtige Pokal-Halbfinale in Chemnitz.
Wichtig ist für den amtierenden Trainer Khvicha Shubitidze die Erkenntnis: Die Mannschaft ist fit, kann marschieren. Ein Verdienst seiner Vorgänger. „Wir mussten gegen Verl viel investieren gegen den Ball, das haben die Jungs gut gemacht. Deshalb ist mit auch nicht bange, dass die Mannschaft drei Spiele in der englischen Woche schafft. Also brauchen wir am Sonntag niemanden für Mittwoch zu schonen“, gibt „Shubi“ Einblick in seine Überlegungen beim Spagat zwischen Liga und Landespokal. Es geht um Konzentration, Konsequenz, Disziplin, Abstände und Räume. Und um Mut im Spiel nach vorn, wenn die Defensive ihre Aufgabe erfüllt hat.


