Brisantes Gipfeltreffen
Halbfinale als vorweggenommenes Endspiel
Der sächsische Rekord-Pokalsieger empfängt den einzig aktuellen Drittligisten des Wettbewerbs. Mehr vorweggenommenes Finale geht kaum. Am Mittwoch geht es zwischen dem Chemnitzer FC und dem FC Erzgebirge Aue um den Einzug ins Endspiel. Das eins-Stadion an der Gellertstraße wird ausverkauft sein.
Zum 35. Mal der Pokal des Bundeslandes Sachsen ausgespielt, mehr als die Hälfte der Trophäen teilen sich Chemnitz und Aue. Der CFC ist mit zwölf Erfolgen mit Abstand erfolgreichster Teilnehmer des Wettbewerbs, der FCE hat sieben Pokale in der Vitrine. Allerdings nahmen die Veilchen zu Zweitliga-Zeiten nicht am Landespokal teil. Zuletzt stand Aue zweimal in Folge im Finale und hatte jeweils das Nachsehen gegen Dresden und Lok Leipzig.
Im dritten Anlauf soll es nun gelingen. Dazu muss allerdings die hohe Hürde Chemnitz im Halbfinale übersprungen werden. Der CFC hat Heimrecht, der FCE mehr als 2000 mitreisende Fans im Rücken. Da der Pokal seine eigenen Gesetze hat und die Lila-Weißen im Jahr 2026 noch keinen Liga-Sieg einfahren konnten, gibt es keine klare Rollenverteilung zwischen Favorit und Außenseiter. Es wird ein Duell auf Augenhöhe. „Ich brauche den Jungs nicht viel zu erzählen. Jeder weiß, worum es geht und was auf dem Spiel steht. Einen Erfolg im Landespokal wünsche ich mir vor allem für den Verein, auch finanziell wäre das ein wichtiger Beitrag für die neue Saison. Unabhängig davon, wie es in der Liga aussieht – es geht um einen Titel, um eine Trophäe. Das bleibt für die Ewigkeit, auch für jeden Einzelnen in der Vita“, so Trainer Khvicha Shubitidze vor dem Halbfinale beim himmelblauen Regionalliga-Vertreter aus Chemnitz.


