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Aufarbeitung Richtung Zukunft

Nach dem Heimspiel des FC Erzgebirge Aue gegen die BSG Chemie Leipzig mit der Rekordkulisse von fast 12.000 Zuschauern kam es bei der Abreise von Teilen der Fans aus beiden Lagern mit der Erzgebirgsbahn zu ärgerlichen Vorkommnissen. Den FCE erreichten zahlreiche Beschwerden, die Aufarbeitung im Hinblick auf künftige Ost-Derbys läuft auf Hochtouren. 

 

Im Vorfeld waren bei den Sicherheits-Besprechungen mit allen Beteiligten verschiedene Szenarien diskutiert und anderslautende Vorschläge verworfen worden. Mit dem Ergebnis, dass am Sonntag nach Abpfiff für einige Chemie-Anhänger Plätze in dem Zug mit arg begrenzter Kapazität freigehalten wurden und stattdessen FCE-Fans an der Haltestelle Erzgebirgsstadion auf der Strecke blieben – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach vielen Jahren kollegialer und konstruktiver Zusammenarbeit mit der Bundespolizei muss der FC Erzgebirge Aue anhand der eingegangenen Schilderungen konstatieren: Umgangsformen, Kommunikation und Vorgehensweise standen in keinem vernünftigen Verhältnis. Es kam zu verbalen, teils gar körperlichen Auseinandersetzungen mit zumeist friedlichen Fans samt Familienanhang, die Relation geriet aus den Fugen.

 

Für künftige Heimspiele mit ähnlicher Zuschauer-Resonanz und Brisanz regt der FCE bei der internen Aufarbeitung nachdrücklich eine Überarbeitung des jüngsten Konzepts an, die zu Tage getretenen Probleme waren nach Eindruck der Beteiligten hausgemacht. Entsprechende Stellungnahmen und Erlebnisberichte sind bereits auf dem Weg zu den behördlichen Entscheidungsträgern. Für die Unannehmlichkeiten entschuldigt sich der Verein bei den Betroffenen, stellt sich auch in Zukunft schützend vor die Heimfans und zieht Schlüsse aus dem berechtigten Unmut am späten Sonntagnachmittag, der die Verantwortlichen nach dem Spiel noch bis in den Abend und auch zu Wochenbeginn in Atem hielt.