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Alle gegen Halle

Mit Wut im Bauch bereitet sich der FC Erzgebirge Aue auf das Heimspiel gegen den Halleschen FC am Sonntag um 14 Uhr vor. Nach drei Pflichtspielniederlagen in Folge soll der Bock gegen den aktuellen Tabellendritten endlich umgestoßen werden. Koste es, was es wolle.

 

Zuletzt hatte der FCE in der Regionalliga Nordost sowohl gegen Chemie Leipzig als auch in Greifswald knapp das Nachsehen, war beide Male die deutlich aktivere Mannschaft. Es fehlten das Quäntchen Glück im Abschluss, die Präzision beim finalen Zuspiel, die letzte Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor. Der Gegner war beide Male effektiver und am Maximum, nutzte die wenigen zugelassenen Chancen konsequent. Dafür gebührt Chemie Leipzig und auch dem Greifswalder FC Respekt. Frust und Enttäuschung im Team der Lila-Weißen sind dennoch verständlich. 

 

„Seit dem Remis in Erfurt haben wir eine Ergebniskrise, daran gibt es nichts zu rütteln. Die Resultate spiegelten nicht die Leistung auf dem Rasen wider. Wir können nur aus eigener Kraft und gemeinsam den jüngsten Trend stoppen. Die nächsten drei Spiele mit Derby-Charakter bieten dafür Gelegenheit. Mannschaft und Trainerteam wissen um den Ernst der Lage, die Fans sowieso. Mit der Rückendeckung von den Rängen wollen wir unbedingt punkten. Alle gegen Halle“, schaut Präsident Thomas Schlesinger im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat nach gemeinsamer Bestandsaufnahme auf die kommenden Aufgaben. 

 

Nach einem Drittel der Saison 2026/27 zieht Sportvorstand Jens Haustein ein erstes Zwischenfazit. „Wir sind mit einer komplett neuen Mannschaft verheißúngsvoll gestartet, lagen tabellarisch voll im Soll. Dann machten uns mehrwöchige Ausfälle vor allem in der Offensive wie von Marcel Bär und Linus Queißer zu schaffen. Das darf keine Ausrede sein, aber Spieler dieser Qualität können wir auf Strecke nicht kompensieren. Auch deshalb halten wir die Augen offen, beobachten den Markt. Wenn uns jemand weiterhilft, hier Fußball spielen will und bezahlbar ist, werden wir nochmal aktiv. Jetzt gilt es aber, Leistungen sowie Spiel- und Chancenanteile auch in positive Ergebnisse umzumünzen. Trainerstab und Mannschaft haben unser Vertrauen, brauchen in dieser schwierigen und wichtigen Phase die Unterstützung von uns allen.“ Es wird folglich weder ein Ultimatum noch eine Vorgabe geben. Der Druck, den sich das Team selbst macht, sei groß genug. Zusätzliche Motivation ist gegen Kontrahenten wie Halle, Zwickau und Jena ohnehin nicht vonnöten. 

 

Der FC Erzgebirge Aue geht mit offenem Visier in diese drei richtungweisenden Spiele im Oktober 2026. Mit Wut im Bauch, Geschlossenheit und Fokus auf das Wesentliche.