3:1 - Veilchen testen erfolgreich gegen Jihlava
Zum Abschluss des Trainingslagers in Roudnice nad Labem stand das erste ernstzunehmende Testspiel für die Veilchen auf dem Programm. Gegner war der etablierte tschechische Zweitligist FC Vysocina Jihlava, der aktuell vom ehemaligen Bundesligaspieler Marek Nikl trainiert wird. Gegen den Nürnberger Pokalsieger spielte Aue-Trainer Khvicha Shubitidze noch in seiner aktiven Karriere. Heute trafen sie als Übungsleiter erstmals aufeinander. Shubitidze entschied sich gegen Vysocina für eine Viererkette, die Patrick Kapp und Bastian Strietzel anführten. Im Zentrum starteten Devin Angleberger, Willi Kamm und Tim Maciejewski. Auf dem linken Flügel durfte sich Chadi Ramadan als Probespieler beweisen. Im Sturm stand natürlich Kapitän Marcel Bär.
Veilchen im ersten Durchgang gnadenlos effektiv
Nach den tropischen Temperaturen am Wochenende waren zum Mittwoch schwere Schauer über den Erzgebirgskamm und Tschechien gezogen. Bei bedecktem Himmel und angenehmen Temperaturen ging es vor gut 50 angereisten Schachtern ins Spiel. Intensiv und mit vielen Kommandos auf dem Platz versuchten beide Mannschaften, ihren Rhythmus zu finden. Echte Torchancen gab es in der Anfangsphase nicht. Die Viererkette von Vysocina Jihlava stand so sattelfest wie die der Lila-Weißen. Praktisch aus dem Nichts fiel der erste Treffer. Zum Torschützen wurde etwas glücklich Jonas Kehl. Der Neuzugang aus Lotte, der das Fußballspielen beim großen FC Bayern München lernte, wurde für sein Anlaufen belohnt. Nach dem Patzer des Innenverteidigers war Kehl frei durch und blieb vor der Kiste eiskalt.
Die Führung für die Veilchen, die sich die Erzgebirger in der Folge auch verdienten. Defensiv ließ Aue fast nichts zu und kombinierte sich durchaus sehenswert in einige aussichtsreiche Positionen. Nach einer Ecke hatte Patrick Kapp die nächste Abschlusschance. Bis zur nächsten ernstzunehmenden Möglichkeit dauerte es aber bis zur 33. Minute. Mit gutem Umschaltspiel kombinierten sich Marcel Bär und Chadi Ramadan vor den Strafraum. Der Querpass zu Tim Maciejewski kam im richtigen Augenblick und der Neuzugang aus Luckenwalde zielte beim anschließenden Direktschuss ganz genau. Zur Freude der mitgereisten Auer zappelte die Kugel im langen Eck. Das 2:0 für die Veilchen rüttelte Jihlava auf. Die Tschechen spielten gegen Ende der ersten Hälfte mit mehr Wucht und kamen zur ersten gefährlichen Torchance. Keeper Max Uhlig entschärfte den strammen Schuss aus dem Zentrum aber mit einem starken Reflex.
Aue findet die richtigen Antworten
Im zweiten Durchgang wechselte Shubitidze durch. Nur Chadi Ramadan blieb auf dem Rasen und die kurze Unordnung nutzte Jihlava ziemlich trocken. Radek Krivanek bestrafte den ersten Abwehrfehler eiskalt und verkürzte. In der Folge lag sogar der Ausgleich der Tschechen in der Luft. Die im ersten Durchgang sichere Viererkette brauchte gut zehn Minuten, um sich zu finden. Dafür fand die neu formierte Offensive die richtige Antwort. Wieder war die erste gefährliche Chance drin. Nach einer Ecke verlängerte Pauling die Hereingabe von rechts per Kopf und Queißer nickte ein. Das 3:1 der Auer beruhigte das Spiel wieder.
Eine gute Gelegenheit verpasste Quentin Fraulob, danach flachte das Auer Offensivspiel merklich ab. Akzente setzte vor allem Jihlava. Die Tschechen kamen immer wieder gefährlich vor den Kasten von Martin Männel und der Routinier musste einige brenzlige Situationen entschärfen. Im Gegensatz zu den Veilchen ging Jihlava sehr sträflich mit eigenen Chancen um. So blieb es beim 3:1 für Aue, die den ersten Härtetest der Saison dank der Treffer von Jonas Kehl, Tim Maciejewski und Linus Queißer gewinnen können. Am Freitag treffen die Lila-Weißen dann in der bluechip-Arena auf den ZFC Meuselwitz.
Glück Auf!
Bilder: Dennis Hambeck - FCE, Sven Sonntag - PicturePoint
Text: Max Richter





