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30 Jahre KKN - Herzlichen Glückwunsch

FANCLUB KOMAKOLONNE NEUSTÄDTEL (KKN)

Dreißig Jahre und kein bisschen müde

 

Am letzten Juni-Wochenende feierten Mitglieder und Freunde der Komakolonne Neustädtel, kurz KKN, den 30. Geburtstag des Fanclubs. Als Gäste dabei waren rund 25 Union-Fans, denn mit der Berliner Komakolonne pflegen die Erzgebirger eine enge Fanfreundschaft. Höhepunkte waren eine Ausfahrt am Freitag nach Oberwiesenthal und Tschechien sowie am Samstag das Koma-Fußballturnier beim Neustädtler SV und ab Nachmittag die Party am Filzteich.

 

Die Tour am 26. Juni startete mit der Bimmelbahn in Cranzahl. Nach dem Sommerbahnrodeln in der höchsten Stadt Sachsens ging es weiter ins böhmische Gottesgab (Božy Dar), wo in der Brauerei auf Vergangenheit und Zukunft von KKN angestoßen wurde. Am nächsten Vormittag mussten die Kicker wieder fit sein, denn auf Kunstrasen waren sie am 27. Juni beim Jubiläumsturnier gefordert, wo die Komas bei sengender Hitze gegen ihre Fanfreunde von Union Berlin, aus St. Egidien, vom Neustädtler Nachwuchs und vom Brünlasberger „FC Rumänien” gefordert wurden. Willkommene Abwechslung bot anschließend der coole Filzteich, an dem es bei Klängen vom „Hauer” und im Festzelt trotzdem weiter heiß herging.

 

Bei allem Trubel bot sich doch genug Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen. Den Grundstein für den Fanclub legten 1996 knapp zehn Wismut-Anhänger, die seit Langem Stammgäste zu den Heim- und Auswärtsspielen der Veilchen und teils beim Neustädtler SV selber am Ball waren. Einige unterstütz(t)en die deutsche National-Elf auch im Fanclub Deutschland. „Letzten Anstoß, den eigenen Fanclub zu gründen, bot eine Fahrt zur Fußball-Europameisterschaft ’96 in England”, berichtet André „Eisen” Eisenreich, einer der Gründer. Bei meinen Kumpels und mir begann die Auer Fußball-Liebe in den Achtzigern, als Schüler erlebten wir die großen Schlachten gegen Braunschweig, Reykjavik, Dnjepropetrowsk & Co. Wir litten beim Oberligaabstieg und gingen trotzdem Spiel für Spiel ins ,Old Otto’.” Seit KKN-Gründung wurden auch die Familien eingebunden und viele Busreisen zu Auswärtspartien organisiert, feste Freundschaften verbinden die Neustädtler mit Gleichgesinnten, namentlich den Fanclubs Brünlasberg, Aue-Onkelz und erwähnter (Union-) Koma-Kolonne Ostberlin. Heute zählt KKN über 50 Mitglieder, hinzu kommen Frauen, Freundinnen und Kinder.

 

„Mit KKN wuchsen auch die Erfolge der Veilchen. Unvergessen sind die Aufstiege und Siege in der 2. und 3. Liga oder die Trainingslager mit der Mannschaft in Spanien, Portugal und der Türkei”, schwärmt Eisen, der das „Jetzt erst recht” in der Regionalliga Nordost betont: „Wir nehmen die Herausforderung an, KKN steht in guten wie schlechten Zeiten hinter dem Verein!” Das unterstreichen auch die aktuellen Pläne. Die Heimspiele bleiben wie seit drei Jahrzehnten Pflicht. Auch einige Auswärtsspiele wollen sie zusammen besuchen, angefangen nächste Woche mit Tasmania Berlin und dem Sachsenpokalspiel Anfang September in Weißwasser. „Für den Herbst ist eine Ausfahrt nach Pilsen in Arbeit, mit Brauereibesuch und gemütlichem Beisammensein am Abend”, blickt „Eisen” voraus und zählt weitere KKN-Traditionen auf: „Saisonauftakt und -finale bei Spanferkel und Weihnachtsfeiern gehören ebenso dazu wie runde Geburtstage der Mitglieder.”

 

Text: Olaf Seifert

Fotos: KKN