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2:1 - Veilchen siegen auch in Magdeburg

Flutlichtmittwoch - unter der Woche gastierte der FC Erzgebirge Aue beim 1. FC Magdeburg II. Im Rennen um Platz eins konnten die Schachter mit Erfurt mithalten und erkämpften sich an der Elbe einen hochverdienten aber bis zum Schluss knappen Sieg. Unser Spielbericht.

Englische Woche in der Regionalliga – zum Bergfest reisten die Lila-Weißen zur Zweitvertretung des 1. FC Magdeburg. Nach drei Siegen in Folge waren die Erzgebirger zwar wieder im vollen Lauf, am Vorabend war die Konkurrenz aus Erfurt aber mit einem späten Sieg in Berlin erneut enteilt. Nur mit einem Dreier konnte die Mannschaft von Khvicha Shubitidze Schritt halten und vor dem direkten Duell gegen RWE am Samstag herankommen. Keine leichte Aufgabe und schwerer wurde sie noch mit den Ausfällen. Marcel Bär und Stylianos Kokovas fielen vor der Partie aus und Linus Queißer saß angeschlagen auf der Bank. Levi Wagner, Willi Kamm und Christoph Pauling rotierten in die Startelf und ergänzten das Team, das am Samstag mit 2:1 gegen Luckenwalde gewinnen konnte. Den Sprung in den Kader schafften dafür die U19-Talente Noel Dimter und William Sack. 

Pfosten verhindert Auer Führung

In Dämmerung ging es an der Elbe ins Spiel und der Sekundenzeiger hatte erst eine volle Umdrehung gemacht, da hatte Aue schon die erste Chance. Nach einem Abspielfehler im Magdeburger Aufbau versuchte Tim Maciejewski aus 40 Metern, den herausgerückten Keeper Robert Kampa zu überspielen. Der weite Schuss traf aber nur das Außennetz. Auf der Gegenseite gab die U23 die prompte Antwort. Nach starker Vorlage war Kevin Manthey frei durch, konnte sich im Strafraum den Ball zurechtlegen und zog ab. Mit einem starken Reflex verhinderte Martin Männel in seinem 601. Pflichtspiel für die Veilchen den frühen Rückstand. Beide Teams legten früh die Fesseln ab und spielten mit Tempo und Risiko nach vorne. Die Magdeburger pressten hoch, setzten Aue ständig unter Druck. Aber die Elf aus dem Erzgebirge hatte in der 15. Minute die nächste Chance. Nach einem langen Sprint von Christoph Pauling konnte der Stürmer von der Grundlinie Tim Maciejewski bedienen, der aus gut acht Metern aber verzog. 

Der FCM hielt dagegen. In der 21. Minute zirkelte Tony Reitz einen Eckstoß so scharf auf den Kasten, dass Männel den Ball nur mit Mühe über die Latte klären konnte. Im Verlauf der ersten Hälfte konnten die Veilchen das Spiel aber mehr und mehr unter Kontrolle bringen und kamen deutlich häufiger vor den gegnerischen Kasten. Den nächsten Hochkaräter hatte dann Pauling auf dem Fuß. Der pfeilschnelle Offensivspieler setzte sich in der 31. Minute stark im Laufduell gegen seinen Bewacher durch und zog aus spitzem Winkel ab. Der Ball klatschte an den Innenpfosten und fand anschließend nicht den Weg über die Torlinie. Das hätte die verdiente Führung sein müssen. Aue belohnte sich nicht für die Arbeit und die Magdeburger Jungs waren immer wieder für eine schnelle Umschaltaktion gut. Bis zur Pause blieb es beim schmeichelhaften 0:0. 

Pauling und Lishek bringen Aue in Front

Das Chancenpech konnten die Veilchen mit der Pause nicht abstreifen. Direkt nach dem Wiederanpfiff wurde Pauling erneut in die berühmte Tiefe des Raumes geschickt, enteilte allen und war frei durch. Nur Keeper Kampa galt es zu schlagen und der Schlussmann war zur Stelle. Als Pauling auf das lange Eck zielte, tauchte der Magdeburger ab und parierte. Willi Kamm setzte nach, aber mit vereinten Kräften verhinderten die Hausherren das Gegentor. Aue haderte und die Elbstädter lauerten auf den Lucky Punch. Die Elf von Ex-Auer Ronny Thielemann bekam die Kugel aber nicht scharf genug auf den Kasten von Martin Männel. In der 52. Minute lösten die Erzgebirger dann endlich den Knoten. Wieder war es Christoph Pauling und diesmal zappelte die Kugel im Netz. Der Stürmer setzte sich stark am linken Strafraumeck durch und hielt diesmal auf das kurze Eck. Kampa tauchte wieder ab, diesmal aber erfolglos. 1:0 für den FC Erzgebirge Aue – die mehr als verdiente Führung. 

In den vergangenen Spielen hatten die Auer immer wieder das zweite Tor verpasst, diesmal legten sie direkt nach. Nach gut einer gespielten Stunde jagte Maxim Burghardt über den rechten Flügel und konnte vor dem Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden. Nils Lihsek schnappte sich die Kugel, legte sie sich zurecht und knallte das Spielgerät ansatzlos aus 25 Metern in den Knick. Mit einem Traumtor stellen die Veilchen auf 2:0. Aber das Spiel war damit nicht vorbei. Magdeburg steckte nicht auf.

Schon im ersten Durchgang waren die Ecken das gefährlichste offensive Mittel der Hausherren und in der 77. Minute passten die Auer nicht auf. Der eingewechselte Luis Trus schloss nach einer Ecke von rechts aus gut acht Metern ab und über den Innenpfosten schlug die Kugel im Auer Kasten ein. Nur noch 1:2 und es ging in die heiße Schlussphase. Die Veilchen mussten zittern und versuchten jetzt ihrerseits, mit Kontern und schnellen Umschaltsituationen die Entscheidung zu erzwingen. Einwechselspieler Aurel Loubongo hatte dabei die beste Chance. Nach einer scharfen Flanke zog der Flügelspieler aus kurzer Distanz volley ab und verpasste nur knapp. Magdeburg drückte und kämpfte, aber die Abwehrreihe der Veilchen hielt und im Kasten kratzte Martin Männel alles weg, was spät auf sein Tor flog. Hochverdient, aber knapper als nötig schlagen die Lila-Weißen die Zweitvertretung des 1. FCM und halten die Tuchfühlung zu Erfurt. 

Der Spielberichtsbogen

1. FC Magdeburg II
R. Kampa - L. Beimborn (16. M. Trkulja), E. Džogović, R. Lemke, J. Niklaus, M. Zajusch - T. Birk, T. Reitz - S. Korsch, K. Manthey, E. Widmann, D. Yoon


Erzgebirge Aue
M. Männel - M. Burghardt, P. Kapp, B. Strietzel, P. Wagner - D. Angleberger, N. Lihsek (68. D. Fisl), W. Kamm (76. A. Loubongo), T. Maciejewski (68. L. Queißer), S. Skarlatidis (86. H. Kaps) - C. Pauling (76. F. Heidrich)

 

Tore:

0:1 C. Pauling (51.)
0:2 N. Lihsek (60.)
1:2 L. Trus (77.)

 

Zuschauer:

1.762

 

Glück Auf!

 

 

Bilder: Dennis Hambeck - FCE, Sven Sonntag - PicturePoint

Text: Max Richter