2:0 - Veilchen gewinnen weiteren Härtetest
Es wird ernst – in zwei Wochen starten die Veilchen in die neue Saison und empfangen zum Auftakt gleich die VSG Altglienicke. In den letzten drei Tests wollen sich die Lila-Weißen für den Start einspielen. Gegen den tschechischen Zweitligisten SK Kladno bot Cheftrainer Khvicha Shubitidze wieder die erfahrenen Routiniers Martin Männel, Marcel Bär und Simon Skarlatidis auf. In der Abwehr bildeten Maxim Burghardt, Patrick Kapp, Bastian Strietzel und Stylianos Kokovas die Viererkette. Auf den offensiven Flügeln begannen Tim Maciejiewski und Linus Queißer.
Queißer mit viel Tempo und Gefühl
Bei leicht bewölktem Himmel über Ehrenfriedersdorf ging es pünktlich los. Statt Aue legte Kladno los und die Tschechen hatten in der Anfangsphase gleich zwei Großchancen. Eine Halbflanke vom linken Flügel nahm Stürmer Jan Lacko volley aus der Luft und nagelte die Kugel an die Latte. Martin Männel hätte keine Chance gehabt. Nur wenige Minuten später wurde es nach einer Ecke wieder gefährlich. Eine kurze flache Hereingabe konnte die Auer-Deckung gerade noch klären. Offensiv ging bei den Veilchen wenig zusammen. Zwar übernahm die Shubi-Elf mehr und mehr die Spielkontrolle. Im letzten Drittel kamen die Bälle aber nicht an. Es dauerte gut 20 Minuten bis zum ersten Torschuss und zum ersten Torjubel. Martin Männel schickte Linus Queißer mit einem langen Schlag aus der eigenen Hälfte. Der Neuzugang aus Braunschweig behauptete sich stark gegen seinen Bewacher, nahm den Ball gut mit und hob ihn über Keeper Daniel Spilka in die Maschen. 1:0 für Aue.
Der Treffer änderte aber nichts an der Spieldynamik. Die Veilchen ließen den Ball durch die eigenen Reihen laufen, schafften es aber nicht oft vor den Kasten. Kladno machte das besser und die Männer von Zdenek Hasek schalteten besser um. Bis zur Pause erspielten sich die Tschechen drei gute Chancen und hätten sich den Ausgleich durchaus verdient. Martin Männel entschärfte die beste Gelegenheit mit einem starken Reflex. Mit der Führung ging es für Aue in die Pause.
Kamm trifft vom Punkt
Im zweiten Durchgang wurde wieder viel gewechselt und Aue probierte taktisch einiges aus. Der Dynamik und dem Tempo des Spiels tat das nicht gut. Die Abwehrreihen leisteten sich keine Patzer und so blieben eine Flanke von Kehl und ein geblockter Kopfball von Marcel Bär lange Zeit die einzige erwähnenswerte Chance. Dafür blieb die knappe Führung der Veilchen ungefährdet. Kladno wurde immer wieder rechtzeitig gestört und Martin Männel blieb im zweiten Durchgang mehr oder weniger beschäftigungslos. Ein Highlight hatte die Partie für die Fans aber noch. Kurz vor dem Ende spielte ein Befreiungsschlag von Devin Angleberger den eingewechselten Willi Kamm frei. Der Mittelfeldspieler machte sich auf den Weg zum Tor und wurde bei einem Haken im Strafraum gelegt. Der Gefoulte übernahm den fälligen Strafraum höchstselbst und traf ins rechte Eck. Beim 2:0 blieb es. Vor über 1.000 Fans gewinnen die Veilchen auch ihr sechstes Testspiel. In der kommenden Woche folgen die Tests in Zeitz und im eins-Erzgebirgsstadion gegen Schalke. Karten erhalten alle Fußballbegeisterten im OnlineShop und FanShop des FCE.
Die Stimme zum Spiel
"Wir sind gegen einen sehr guten Gegner schwer reingekommen. Wir haben kurz gebraucht, aber als wir besser im Ballbesitz wurden, haben wir es besser gemacht. Wir haben dann verdient das 1:0 gemacht und wenig zugelassen. Der Gegner hatte eine gute Chance und einen Lattentreffer, aber ansonsten musste Martin nicht viel halten. Nach der Trainingswoche war das ein sehr guter Test für uns. Natürlich hat noch nicht alles funktioniert, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Der Gegner war der beste bisher in der Vorbereitung und ein guter Gradmesser."
Abwehrspieler Patrick Kapp
Der Spielberichtsbogen
FC Erzgebirge Aue:
Männel - Burghardt (46. Kehl), Kapp (46. Prosche), Strietzel (75. Kapp), Kokovas (60. Kaps) - Angleberger (46. Wagner), Lihsek (46. Heidrich), Skarlatidis (46. Kamm), Maciejewski (46. Pauling), Queißer (46. Ramadan) - Bär (75. Angleberger)
Tore:
1:0 Queißer (30.)
2:0 Kamm (88.)
Glück Auf!
Bilder: Steffen Colditz, Dennis Hambeck - FCE
Text: Max Richter





