20 Jahre Celler Holzmichel
Liebe kennt keine Liga und man feiert die Feste, wie sie fallen. Was nach erzgebirgischem Pragmatismus klingt, ist tatsächlich niedersächsischer Frohsinn. Der Celler Holzmichel wird 20 Jahre alt und eins ist klar: In Niedersachsen hält man den Veilchen weiterhin die Treue. Zur Feier des Tages schaute natürlich der gebürtige Gifhorner und Aue-Kapitän Marcel Bär an den Feierlichkeiten vorbei.
Das kleine gallische Fußballdorf Aue fasziniert die Menschen auch außerhalb des Lößnitztals und der Hügel des Erzgebirges. Die Lila-Weißen haben Anhänger in den USA, in Holland und in der Schweiz und natürlich in Niedersachsen. Vor fast 25 Jahren erwischte es den Celler Sebastian Zumüller, der bei einem ersten Familienbesuch nach Eibenstock mit dem erzgebirgischen Tiki-Taka-Fußball von Gerd Schädlich in Berührung kam. Das reichte zweifelsohne, um die notwendige Begeisterung für den FCE zu wecken. In den kommenden Jahren ging es immer wieder mit Freunden und Bekannten ins Erzgebirgsstadion und 2006 wurde der Celler Holzmichel als 1. offizieller niedersächsischer Fanclub des FC Erzgebirge Aue gegründet. Fußballfeste, Zitterpartien, Relegation und Abstiege – im Flachland fieberte man bei all den Aufstiegen und Talfahrten des Vereins mit. Mittlerweile sind schon 25 aktive Mitglieder dabei, die zum Teil auch in Aue oder Nürnberg leben. Von 7 bis 70 ist zudem jede Altersklasse vertreten.
Alljährlich trifft sich der Fanclub zum Sommerfest und zum runden Jubiläum ging es diesmal selbstverständlich nach Aue. Kurz nach dem Start der Sommervorbereitung schauten die Celler Holzmichel einmal hinter die Kulissen im Schacht und bekamen eine Führung durch das Erzgebirgsstadion. Anschließend feierten Groß und Klein in Schwarzenberg und bekamen noch Besuch. Veilchen-Kapitän Marcel Bär, der nur etwa 40 km von Celle entfernt aufwuchs und das Fußballspielen lernte, schaute zusammen mit Fanbetreuer Heiko Hambeck als Ehrengast vorbei. Der Stürmer überreichte eine kleine Aufmerksamkeit der Mannschaft und des Vereins und stellte sich natürlich den Fragen der Fans. Für die weitere Unterhaltung sorgten die Mitglieder aber selbst. In kleinen Denk- und Geschicklichkeitsspielen wird bei jedem Sommerfest der Sieger eines Wanderpokals ermittelt. In diesem Jahr setzte sich Gründer und Präsident Sebastian Zumüller als Bester beim Hütchenspiel durch. Die nächsten 20 Jahre können kommen. Der FC Erzgebirge Aue bedankt sich bei der Treue und Unterstützung seiner Fans aus Niedersachsen.
Glück Auf!


