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10 Jahre im Eiltempo

... und noch lange nicht am Ziel: Julian Roch

Julian Roch hat es eilig. Der 18-jährige Flügelspieler des FC Erzgebirge Aue besticht durch Tempo und schaut bereits auf 10 Jahre Porsche-Kumpelschmiede zurück. Mit dem runden Jubiläum soll aber längst nicht Schluss sein. Ganz im Gegenteil: Julian Roch will den nächsten Schritt gehen und dabei hat er nur ein Ziel: ein Vertrag bei den Profis seines Herzensverein.

 

Geboren in Erlabrunn und aufgewachsen in Schlema ist Julian Roch ein waschechter Erzgebirger. Seine ersten Schritte am runden Leder machte er bei der ortsansässigen Eintracht, ehe das Talent 2016 beim FCE vorspielte. Die Fußball-Affinität bekam er gewissermaßen in die Wiege gelegt, schließlich gehört Papa Mirko seit langem zum Trainerstab im Nachwuchsbereich der Veilchen. Bereits ab der U9 bis zur U14 als Trainer und von der U15 bis aktuell der U19 als Co-Trainer hatte der Roch Senior seinen Sprössling unter den Fittichen und war eher strenger als allzu behutsam.

 

Die Entwicklung von Julian Roch ist erfreulich. Zwar ist sein rechter Fuß der etwas stärkere, beidbeinig ausgebildet kann er aber auf beiden Außenbahnen zum Zuge kommen mit gutem Dribbling und vor allem: Tempo. Bereits bei der U17 des FCE war er mit 36,2 km/h unterwegs, Highspeed als Waffe, der seine Mitspieler und Gegenspieler auf dem Platz vor besondere Herausforderungen stellt.

 

Zuletzt durfte der Youngster auch schon bei den Profis reinschnuppern, kam beim jüngsten Testspiel gegen Meuselwitz zum Einsatz. „Ein geiles Gefühl mit Gänsehaut“, blickt der Flügelspieler zurück. Damit ging ein Traum in Erfüllung, schließlich pilgert Julian Roch seit Kindesbeinen ins eins-Erzgebirgsstadion und hat das klare Ziel vor Augen, im Sommer 2027 beim Übergang in den Männerbereich Profi beim FC Erzgebirge in Aue zu werden. „Ich spiele seit zehn Jahren für Aue. Natürlich ist es mein Traum, irgendwann für die Profis gemeinsam mit diesen einzigartigen Fans zu jubeln. Dafür arbeite ich jeden Tag“, beschreibt Julian Roch seine Verbundenheit zum Verein.

 

Für diese Ambitionen legt das Nachwuchstalent aktuell täglich die Grundlagen. Mit viermaligem Training in der Woche plus Wettkampf in der DFB-Nachwuchsliga, bei dem es sich aktuell auf höchstem Niveau gegen Namenhafte Gegner wie Eintracht Frankfurt, RB Leipzig, 1. FC Nürnberg oder die SpVgg Greuther Fürth am Wochenende zu messen gilt. Bei der Stadtverwaltung von Aue- Bad Schlema absolviert er im Moment seinen Bundesfreiwilligendienst, ist somit variabel bei den Trainingszeiten – am liebsten natürlich bei der Profimannschaft in Lila-Weiß neben seinem Team der U19. Sein zehnjähriges Jubiläum beim Kumpelverein soll nämlich nur eine Zwischenstation sein.