(Zu) späte Explosion
Julian Guttau trifft dreifach in Ingolstadt
Fünf erzielte Tore in einem Pflichtspiel, sogar vier in einer Halbzeit – das gab es beim FC Erzgebirge Aue sehr lange nicht und wenn dann nur im Landespokal bei unterklassigen Kontrahenten.
Am Sonntagabend platzte bei den Veilchen der Knoten. Der erste Dreier des Jahres gelang beim 5:3-Erfolg in Ingolstadt. Zu spät, denn der Abstieg war eine Woche zuvor besiegelt. Bemerkenswert war die Leistungsexplosion dennoch, denn zur Pause hatte es beim Zwischenstand von 1:3 verdächtig nach der nächsten Niederlage ausgesehen.
In Halbzeit zwei wurden die Fesseln dann aber abgestreift. Der FCE gleich den Rückstand nicht nur aus, sondern spielte und traf sich regelrecht in einen Rausch. Allen voran Julian Guttau, der dreifache Torschütze. Inzwischen steht der Linksfuß mit dem satten Schuss auch schon bei sieben Saisontreffern, ist damit zweitbester Scorer des Teams hinter Marcel Bär (8).
Es spricht für das Ehrgefühl der Mannschaft, dass sie sich nach feststehendem Abstieg nicht hängen lässt. Im Hinblick auf das Pokal-Endspiel in Zwickau ist das ein gutes Zeichen. Ebenso für das letzte Heimspiel der Spielzeit am Freitag gegen den MSV Duisburg, der sich im Kopf-an-Kopf-Rennen um Aufstiegsplatz zwei sicher dankbarere Aufgaben vorstellen könnte als ins Lößnitztal zu reisen. Eine neuerliche Explosion in lila-weiß wäre Balsam auf die Seele. Auch wenn sie schlicht und ergreifend zu spät kommt für wirklich Zählbares in der Liga.
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