Unnötige Zusatz-Brisanz
Das Derby im Finale des Landespokals zwischen dem FSV Zwickau und dem FC Erzgebirge Aue hält wegen der traditionellen Rivalität, der örtlichen Nähe und der sportlichen Bedeutung für beide Vereine genügend Brisanz bereit. Umso unverständlicher, dass mediale Falschmeldungen für zusätzlichen Zündstoff sorgen sollen.
„Aue will in Zwickau wildern“ lautet die Überschrift des Tag24-Artikels vom 21. Mai 2026. Demnach hätten die Verantwortlichen des FC Erzgebirge Aue in den vergangenen Wochen bei drei Spielern des FSV Zwickau „vorgefühlt“ und sich Absagen eingehandelt. Eine Meldung ohne Wahrheitsgehalt, wie Kaderplaner Steffen Ziffert betont. „Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass wir keinen Spieler des FSV kontaktiert haben. Mir ist schleierhaft, wer solche Gerüchte streut und was damit bezweckt werden soll so kurz vor dem Endspiel“, erklärt er.
Die beiden Trainer Rico Schmitt und Khvicha Shubitidze hatten sich bei der gemeinsamen Pressekonferenz darum bemüht, auf das übliche „Säbelrasseln“ und Kampfansagen zu verzichten. Zwar spricht der Zwickauer Coach von einer 1-Prozent-Regelung und drängt den FCE damit in die Favoritenrolle, während sein Amtskollege die Chancen angesichts des Heimrechts für den Regionalligisten mit 50:50 beziffert. Der Umgang war und ist jedoch sehr respektvoll, die jüngsten Leistungen beider Teams wurden auch vom Kontrahenten gewürdigt. Zumal mit Marcel Bär und Khvicha Shubitidze auf der einen sowie Rico Schmitt und Robin Lenk auf der anderen Seite wichtige Protagonisten schon beim jeweils anderen Verein tätig waren.
„Wir freuen uns auf dieses Spiel, auf die Atmosphäre, auf ein ausverkauftes Stadion, auf den Endspielcharakter“, schaut Khvicha Shubitidze voraus und wünscht sich ein sportlich faires Duell vor stimmungsvoller, vor allem aber friedlicher Kulisse.


