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Riesige Bandbreite

Umfrage zur Elf aller Zeiten: Das Mittelfeld

Bei der Umfrage zur „Elf aller Zeiten“ des FC Erzgebirge Aue war die Auswahl und die Bandbreite an Stärken nirgends so groß wie im Mittelfeld. 20 Kandidaten mit mehr als 100 Punktspielen für die Veilchen waren nominiert, 4 schaffen es in die Jahrhundert-Elf. Bis zum 31. Januar 2026 kann noch abgestimmt werden.

 

Holger Erler ist der klassische Stratege, der die Fäden zog und selbst torgefährlich wurde. Er war zweifellos eine der prägenden Figuren zwischen 1970 und 1985, brachte es auf stattliche 359 Partien. Später war er als Co-Trainer an der Seite von Gerd Schädlich in wichtiger Funktion tätig. Deutlich früher hängte Siegfried Wolf seine Schuhe an den Nagel, nach 316 Spielen zwischen 1950 und 1966 mit vier nationalen Titeln dekoriert.

 

Zu den besten seines Fachs gehörte zudem Konrad Schaller, ein begnadeter Fußballer bei der Wismut. Er drückte dem Spiel der BSG seinen Stempel auf, streifte zwischen 1965 und 1978 insgesamt 296 Mal das Trikot in Lila-Weiß über. Beinahe reichte dann 40 Jahre später Jan Hochscheidt (280) an diese Marke heran, trug wesentlich zum Aufstieg in die 2. Bundesliga 2010 bei und war mit seiner wuchtigen Spielweise Publikumsliebling. Ganz andere Stärken brachte Wirbelwind Skerdilaid Curri ins Spiel der Auer ein, stand zwischen 2003 und 2012 stolze 244 Mal auf dem Rasen für den FCE. Der zweite „Wolf“ in der Umfrage heißt Karl, schnürte die Schuhe zehn Jahre lang in den 50er Jahren (232) und war maßgeblich an den größten Erfolgen des Vereins beteiligt. Er kickte auch mit Manfred Kaiser zusammen (240), einem der besten seines Fachs und viel zu früh verstorben. Lothar Killermann komplettierte die „alte Garde“ (225, 1956 bis 1970), die für so viel Furore sorgte.

 

Unverwechselbar dann in den früher 2000er Jahren: Marco Kurth (217), das Laufwunder mit Stirnband und Bart. Ein gefühlter Stürmer und doch eher offensiv im Mittelfeld zu Hause: Dimitrij Nazarov, der zwischen 2026 und 2023 in 205 Punktspielen auf dem Rasen stand und gleichermaßen spektakuläre wie wichtige Tore erzielte. Filigran und flink an seiner Seite: Clemens Fandrich (178, 2015 bis 2022), der seine Karriere inzwischen beendet hat, Das gilt auch für Boris Tomoski, sieben Jahre lang Zuverlässigkeit in Person (184, 1995 bis 2002).

 

Der unermüdliche Kämpfer Ronny Thielemann aus Kind der Region kommt auf 177 Punktspiele für den FCE, acht Jahre (1991 bis 1999) nach der Wende war das Erzgebirgsstadion sein Tummelplatz als Führungsspieler. Steffen Krauß (175, 1982 bis 1990) war vor ihm am Start, Philipp Riese (167, 2015 bis 2022) deutlich später mit Aufstiegsmeriten. Marc Hensel kam gemeinsam mit Martin Männel aus Cottbus ins Lößnitztal (162, 2008 bis 2013), fungierte nach seiner Laufbahn auch als Trainer. Erst Spieler, dann Verantwortlicher: Das trifft auch auf Matthias Heidrich (146, 2000 bis 2005), der bis November 2025 als Sport-Geschäftsführer die Geschicke lenkte. Ronald Färber (114, 1987 bis 1994) folgt mit gebührendem Abstand an Einsätzen dahinter. Dieter Erler als einer der wohl besten Mittelfeldspieler in der Geschichte des Clubs (112, 1959 bis 1963) und Quaterback Christian Tiffert (104, 2015 bis 2019) als Architekt des Aufstiegs 2016 komplettieren den Reigen namhafter Kandidaten für die Elf aller Zeiten bei der BSG Wismut und dem FC Erzgebirge Aue. Man darf gespannt sein, wer sich in der Gunst der FCE-Fans durchsetzt.

 

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