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Prioritäten und Parallelen

Steffen Ziffert gibt Einblicke

Hinter den Kulissen rauchen die Köpfe beim FC Erzgebirge Aue bezüglich der sportlichen Planung im Hinblick auf die Saison 2026/27. Mittendrin statt nur dabei: Steffen Ziffert, an der Seite von Sportvorstand Jens Haustein für Kaderplanung und Trainerfindung zuständig. Er blickt zurück und nach vorn, setzte Prioritäten und erkennt Parallelen.

 

Steffen Ziffert, wie ist der aktuelle Stand bei der Trainersuche und den Spielergesprächen?

 

Beides geschieht bereits seit Wochen, ohne dass wir dazu Zwischenstände abgeben wollen oder können. Die jüngste Kandidatenliste mit insgesamt sieben Trainern wurde mit Vorstand und Aufsichtsrat heiß diskutiert, inzwischen ist sie gemäß des erstellten Anforderungsprofils auf wenige Top-Kandidaten eingegrenzt. Wir sind deshalb sehr zuversichtlich, nach vielen Gesprächen, Erkundigungen und Abwägungen in den nächsten Tagen den Trainer für 2026/27 namentlich benennen zu können. Bei den Sondierungen für den Kader der bevorstehenden Saison haben wir mit allen aktuellen Kickern des Kaders gesprochen, aber auch extern mehrere Optionen geprüft. Der FCE ist nach wie vor eine attraktive Adresse mit seinen Top-Bedingungen als gestandener und professionell geführter Verein mit Ambitionen. Das ist auch daran ablesbar, dass uns viele interessante Spieler angeboten werden.

 

Vor elf Jahren warst Du nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga maßgeblich an der Kader-Zusammenstellung für 2015/16 beteiligt, die letztlich zum Wiederaufstieg führte. Erkennst Du Parallelen zur jetzigen Situation?

 

Es ist schwer zu vergleichen. Aber auch damals hatten wir keine Mannschaft beisammen, haben sogar ein Probetraining mit zahlreichen Spielern als eine Art „Casting“ veranstaltet. Das Ergebnis bekamen wir knapp ein Jahr später. Wir haben seinerzeit Jungs wie Christian Tiffert von Aue überzeugen können. Ihn haben wir aus dem „Ruhestand“ geholt, ihn hatte niemand auf dem Zettel und er entwickelte sich dann zu einem Faustpfand und Eckpfeiler für die Rückkehr in Liga 2. Dazu zählten 2015 im Sommer auch Simon Skarlatidis, Philipp Riese oder Adam Sucac. Ein gutes Auge, Fantasie und Argumente brauchen wir auch jetzt wieder. Aber ich bin mir sicher: Wir werden eine richtig gute Mannschaft an den Start schicken.

 

Wird mit der Verpflichtung von Spielern gewartet, bis der Trainer feststeht und unterschrieben hat?

 

Nein, nicht zwingend. Natürlich hat die Trainersuche Priorität. Aber unabhängig davon, wie der Coach heißen wird, brauchen wir Jungs, die Qualität und Mentalität mitbringen, wissen wo das Tor steht oder wie man Bälle hält. Aber natürlich wird der Feinschliff im Kader erst erfolgen, wenn der Trainer seine Vorstellungen einbringt.

 

Gibt es bereits einen Sommerfahrplan 2026?

 

Noch nicht abgeschlossen, aber zumindest mit klaren Ideen. Das Testspiel gegen Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 – Glückwunsch nach Gelsenkirchen, übrigens – ist fix terminiert, der 19. Juli wird nicht nur Höhepunkt der Vorbereitung, sondern auch Generalprobe vor dem scharfen Start. Weitere Testspiele sollen vor allem in der Region stattfinden und den öffentlichen Trainingsauftakt wollen wir abends vornehmen, um vielen Fans die Möglichkeit der Teilnahme zu bieten. Der Schulterschluss zwischen Anhängern und neuer Mannschaft wird von Beginn an ein elementarer Aspekt sein, um vom ersten Tag an ein Wir-Gefühl zu entwickeln.