Märchen ohne Happy End
Erstes Liga-Saisontor von Marcel Bär ausgerechnet in Rostock
Es hätte ein modernes Fußball-Märchen werden können. Doch das Happy End blieb aus. Marcel Bär erzielte 311 Tage nach seiner schweren Verletzung vor fast einem Jahr an gleicher Wirkungsstätte sein erstes Liga-Tor nach dem Comeback, zu Zählbarem reichte es für den FC Erzgebirge Aue an der Ostsee aber nicht. Entsprechend enttäuscht war der Routinier trotz seines persönlichen Erfolgserlebnisses.
Große Hoffnungen ruhen im Lößnitztal auf Marcel Bär, seine Rückkehr nach Achillessehnenriss wurde herbeigesehnt und behutsam vorbereitet. Der Plan ging auf. Die Belastung wurde dosiert und gesteigert, pünktlich zum Rückrundenauftakt zu Jahresbeginn war „Cello“ nun bereit für die Startelf. Seine Präsenz, seine Ausstrahlung, seine Klasse wirkten sich positiv aus. Mit der ersten echten Torchance traf Marcel Bär zum 1:1-Pausenstand, erzielte sein erstes Saisontor in der 3. Liga unhaltbar per Kopf nach Flanke von Mika Clausen. Es wäre „sein“ verdienter Auswärtspunkt gewesen, zumal der 34-Jährige die beste Chance der zweiten Halbzeit vorbereitete. Doch in der Nachspielzeit, mit der letzten Szene des Spiels, entriss der F.C. Hansa Rostock dem FC Erzgebirge Aue den erhofften Zähler.
Im Ostseestadion hatte sich Marcel Bär am 12. März 2025 einen Achillessehnenriss zugezogen, fiel nach Operation und Reha bis zum Herbst aus. Nun ist er wieder voll da und knüpft nahtlos an seine Quote und Leistungen an. „Cello“ braucht nicht viele Möglichkeiten, er macht sie einfach. Ein Vollstrecker, wie er im Buche steht. Seine Fähigkeiten braucht die Mannschaft auch in den kommenden Wochen. Für ein Märchen mit echtem Happy End.
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