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Lebenszeichen

Der erhoffte Heimsieg bei der Premiere des neuen Cheftrainers blieb am Sonnabend aus. Christoph Dabrowski hat dennoch vieles gesehen, das ihn zuversichtlich stimmt. Vor allem: eine lebendige Mannschaft. Unübersehbar war auf jeden Fall, dass der Coach seinen Schützlingen nach zuvor drei Niederlagen zum Jahresauftakt neues Leben eingehaucht hat.

 

In den ersten zehn, 15 oder gar 20 Minuten trauten die Zuschauer im eins-Erzgebirgsstadion ihren Augen kaum. Der FCE begann resolut und mutig, übte Druck aus, eroberte früh Bälle in der Saarbrücker Hälfte durch hohes Pressing und geringe Abstände. Wo einer ausgespielt war, stand der nächste Mitspieler bereits parat. Es hatte beinahe den Anschein, als würden die Veilchen den Gegner überrennen wollen.

 

Die Gäste stellten sich zunehmend besser auf Aue ein, gestalteten da Spiel ausgeglichen und hatte in der besten Phase nach der Pause samt Lattentreffer sogar leichtes Übergewicht. Doch die Hausherren fielen diesmal nicht in sich zusammen, wehrten sich, hielten die Null und spielten bis zur letzten Minute nach vorn – auf Sieg. Zwei, drei hochkarätige Möglichkeiten blieben ungenutzt, ein Dreier war durchaus möglich. Mit dem 0:0 beendete der FC Erzgebirge zumindest die jüngste Niederlagenserie. Dass eine Woche nach dem Trainerwechsel nicht alles gelingt, war zu vermuten. Die wichtigste Erkenntnis für die Fans und den Trainer aber war die Art und Weise. Ein Lebenszeichen. Nicht mehr, nicht weniger.