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Kreistag stimmt Stundung zu

Mit großer Mehrheit stimmte der Kreistag des Erzgebirgskreises gestern Abend einer Stundung der für die Spielzeit 2026/27 fälligen Pachtzahlung für das eins-Erzgebirgsstadion zu. Gleichzeitig wurde für den Fall eines Abstiegs in die Regionalliga die Reduzierung von 250.000 Euro auf 100.000 Euro jährlich beschlossen.

 

Durch einen weiteren Beschlussteil erhielt die Kreisverwaltung den Auftrag, alternative Besitz- und Betreibermodelle für das eins-Erzgebirgsstadion gutachterlich prüfen zu lassen. Dies ist ganz im Sinne des FCE, sind doch die hohen Stadionbetriebskosten trotz des dafür vom Landkreis jährlich gezahlten Betriebskostenzuschusses von 100.000 Euro eine ganz erhebliche Etatbelastung und Hauptgrund für die in den letzten Jahren mehrfach gestellten Stundungsanträge. 

 

Präsident Thomas Schlesinger war neben Finanzvorstand Andreas Stark und Geschäftsführer Enrico Böhme bei der öffentlichen Kreistagssitzung zugegen. Außerdem waren der Aufsichtsratsvorsitzende Nico Dittmann und Sportvorstand Jens Haustein als Kreisräte vor Ort, aber wegen etwaiger Befangenheit nicht stimmberechtigt.

 

Im Rahmen einer umfangreichen Diskussion mit Pro- und Kontra-Meinungen zur Genehmigung der erneuten Stundung beantwortete Präsident Thomas Schlesinger die Fragen der Kreisräte. Nach der Abstimmung bedankte er sich mit einem emotionalen Statement im Namen der Mitglieder und Gremien des Vereins sehr herzlich für die erneute Unterstützung durch den Erzgebirgskreis.

 

Der FC Erzgebirge Aue ist mit nahezu 10.000 Mitgliedern nicht nur eine der größte Verein der Region und somit das namensgebende Aushängeschild, sondern auch ein bedeutender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Faktor im Erzgebirgskreis. Der Kumpelverein trägt maßgeblich zu überregionaler Wahrnehmung, Identifikation, Imagebildung und Bekanntheitsgrad bei. Darüber hinaus leistet der FCE mit seinen zahlreichen Sparten und seiner umfangreichen Nachwuchsarbeit einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit sozialer Verantwortung auch für die Förderung von Kindern und Jugendlichen, schafft Arbeitsplätze und sorgt im Rahmen der gut besuchten Heimspiele für Umsatz in Gastronomie und Handel.