Kontroverse Diskussionen
Der Info-Abend des FC Erzgebirge Aue am Dienstag im Kumpelrevier mit komplettem Vorstand und etwa 250 Mitgliedern hielt alles bereit, was nach einer enttäuschenden Saison 2025/26 zu erwarten war: Kontroverse Diskussionen, Kritik, Emotionen und die mehrfache Bitte, wieder als „Kumpelverein“ aufzutreten und gemeinsam die Zukunft zu gestalten.
Fan-Vorstand Jörg Püschmann entschuldigte sich nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Harald Mothes zunächst für die Irritationen im Vorfeld, weil anstelle aller Interessierter nach Abwägung der Eventualitäten und Kapazitäten nur Mitglieder eingeladen waren. Der Vorstand des FC Erzgebirge Aue fühle sich in erster Linie seinen Mitgliedern verpflichtet und rechenschaftspflichtig. Aus diesem Grund seien Veranstaltungen wie der Info-Abend bewusst den Mitgliedern des Vereins vorbehalten. Hier wird Rechenschaft abgelegt, hier wird diskutiert, hier werden Fragen beantwortet.
Die fünf Vorstandsmitglieder berichteten jeweils aus ihren Verantwortungsbereichen, räumten Fehler ein und erklärten, wie der Weg in die Regionalliga erfolgreich gestaltet werden soll. Kaderplaner Steffen Ziffert berichtete ausführlich von den aktuellen Gesprächen mit Spielern, zog Vergleiche zu 2015 und strahlte Zuversicht aus, eine schlagkräftige Mannschaft an den Start schicken zu können.
Zahlreiche Wortmeldungen, Fragen, Hinweise und Aufforderungen in der zweieinhalbstündigen Veranstaltung zeigten, mit wie viel Herzblut die Mitglieder hinter ihrem Verein stehen – bei aller Zuversicht und Angriffslust auch mit Sorgenfalten. Der FCE bedankt sich für die Resonanz, die Streitkultur und vor allem das Engagement auch aus den Abteilungen des Mehrspartenvereins.


