Härtetest bestanden
Der FC Erzgebirge Aue hat das erste Testspiel des Jahres 2026 im heimischen eins-Erzgebirgsstadion gegen den Bundesligisten 1. FC Union Berlin zwar mit 1:2 verloren, aber bei zweimal 60 Minuten viele gute Ansätze gezeigt. Die Veilchen erarbeiteten sich zahlreiche Chancen und verdienten sich den Treffer von Youngster Quentin Fraulob redlich.
Angesichts der Schneefälle der vergangenen Tage war der Rasen im eins-Erzgebirgsstadion bei klirrender Kälte gut bespielbar – vor allem dank der Einsatzbereitschaft von Stadionbrigade, helfenden Fans und schneeschiebenden Spielern und Trainern, die bis kurz vor Anpfiff fleißig waren. Der FCE begann über zweimal 60 Minuten mit einer gemischten Mannschaft aus erfahrenen und ganz jungen Spielern. Der Unterschied zum Bundesligisten aus Berlin war auf einen Nenner gebracht: Die Effizienz. Während Union Berlin zwei seiner vier Top-Chancen eiskalt nutzte, vergaben die Veilchen ihre durchaus sehenswert herausgespielten Möglichkeiten.
Den ersten Torschuss der Partie verzeichnete Julian Günther-Schmidt (3.), der zur Ecke geblockt wurde. Aus der Drehung kam im Anschluss Boris Tashchy zum Abschluss und verfehlte das Tor knapp (5.). Ein Freistoß von Luan Simnica nach Handspiel vor dem Strafraum blieb ebenso ungenutzt (17.) wie der super Laufweg von Marcel Bär in die Spitze (28.) und vor allem der Zuckerpass von Anthony Barylla auf Julian Günther-Schmidt (48.), der frei vor dem Gehäuse der Eisernen scheiterte. Auf der anderen Seite traf Kemlein doppelt (10., 53.) zur Pausenführung, verzeichnete noch einen Pfostentreffer (57.) und Querfeld setzte den Ball allein vor Max Uhlig neben das Tor (27.). Der junge FCE-Keeper entschärfte eine weitere Chance der Berliner mit starker Parade (24.). So blieb es beim 0:2 nach der ersten Stunde. Der Bundesligist wirkte naturgemäß abgeklärter, aber mit hoher Intensität und Laufbereitschaft gestaltete Aue die Begegnung über weite Strecken ausgeglichen.
FCE erste Halbzeit: Uhlig – Fallmann, Malone, Barylla, Seiffert, Simnica, Tashchy, Weinhauer, Hetzsch, Günther-Schmidt, Bär.
Beide Teams begannen die zweiten 60 Minuten wie geplant mit jeweils elf neuen Akteuren. Während der FC Erzgebirge „durchmischte“ und zwei in etwa gleichwertige Mannschaften auf den Rasen beorderte, durfte beim 1. FC Union Berlin die junge Garde ran vornehmlich mit Ersatzspielern. Zwar war Halbzeit zwei zunächst etwas ereignisloser, aber nach 90 gespielten Minuten erhöhten die Veilchen nochmals deutlich die Schlagzahl und hatten mehr vom Spiel – und Torchancen. Zunächst scheiterte Luis Pohlenz aus zehn Metern am starken Torhüter (87.), dann kam Quentin Fraulob mit langem Bein einen halben Schritt zu spät nach gutem Tiefenlauf (102.). Den Flachschuss von Maxi Schmid kratzte der Keeper um den Pfosten (104.), ehe der Abschluss von Schmid nach Einleitung von Marvin Stefaniak mit der Hacke von Quentin Fraulob zum 1:2 abgefälscht wurde (108.). Den Treffer hatte sich der FCE redlich verdient. Nach Zweikampf mit Marvin Stefaniak im Strafraum forderten die Fans vergeblich Elfmeter (111.) und bei einer letzten Hereingabe von Paul Seidel fehlten nur Zentimeter zum Ausgleich (117.), so dass es beim in Summe gerechten 1:2 blieb. Louis Lord im Gehäuse des FC Erzgebirge blieb ohne Gegentor, wirkte sicher und musste nur einmal hellwach sein mit einer Parade nach Fehlpass im Spielaufbau (83.). Für beide Teams ein richtig guter Test zum Auftakt des neuen Jahres.
FCE zweite Halbzeit: Lord – Seidel, Majetschak, Zobel, Collins, Uhlmann, Stefaniak, Clausen, Ehlers, Schmid, Fraulob, Kindel, Pohlenz.



