Ein Zwilling kommt selten allein
Paul und Theo Schrödter sind seit Kindesbeinen beim FCE
Sie sind erst 17 Jahre alt und haben fast ihr ganzes Leben beim FC Erzgebirge Aue verbracht. Die Zwillinge Paul und Theo Schrödter gibt es in ihrer Geburtsstadt Aue-Bad Schlema nur im „Doppelpack“, zu unterscheiden am Muttermal und an der Position auf dem Spielfeld.
Die talentierten Brüder befinden sich bereits im 12. Jahr beim FCE, jagen seit den Bambinis in Lila-Weiß dem Ball nach. „Wir sind mit 4 oder 5 zum Verein gekommen, Manfred Schulz hat uns entdeckt und gefördert“, blickt Paul Clemens Schrödter, der eine Minute ältere der Zwillinge, zurück auf die Anfänge bei den Veilchen.
Geboren in Aue zogen die Eltern alsbald nach Zschorlau, auch um den beiden Jungs vor dem Haus mit eigenem Garten das „Bolzen“ zu ermöglichen. Das taten sie in jeder freien Minute, gern auch mal auf dem Parkplatz. Seit Kindesbeinen durchliefen die Schrödter-Zwillinge alle Altersklassen der Porsche-Kumpelschmiede, fühlen sich im Mittelfeld am wohlsten – ohne direkte Konkurrenten zu sein. „Paul kommt über den rechten Flügel, ich bin eher auf der Sechser- oder Achterposition im Einsatz“, erklärt Theo, der als U17-Kicker zuletzt bereits bei der U19 gefordert war. Nach Abschluss der Saison 2025/26 geht es für die Geschwister gemeinsam in die nächsthöhere Altersklasse – mit dem klaren Ziel, Profis zu werden. Am liebsten gemeinsam.
Der Weg dahin ist zwar weit, aber die Zwillinge ordnen diesem Traum alles unter. Sechsmal pro Woche sind sie beim Training, dazu kommt der Wettkampf am Wochenende. Morgens werden Paul und Theo mit dem Shuttle abgeholt und zur Schule nach Chemnitz gebracht, nachmittags stehen dann nahezu tägliche Einheiten beim FCE auf dem Programm. Bisher kamen beide verletzungsfrei durch das Nachwuchsleistungszentrum, das darf gern so bleiben.
Immer in der Nähe und große Rückendeckung für die ehrgeizigen Brüder: Die Schrödter-Eltern. Der Papa verpasst ohnehin kein Spiel seiner Jungs, die Mama ist mindestens bei den Heimspielen zugegen. Der Hauskauf in Zschorlau hat sich gelohnt, die Anfänge im heimischen Garten tragen Früchte auf dem Rasen des FC Erzgebirge Aue. Sogar doppelt und kaum zu unterscheiden.
P.S.: Die Zwillinge Paul und Theo Schrödter werden im letzten FCE-Heimspiel der Saison gegen Duisburg in der Halbzeitpause geehrt, Clublegende Jan Hochscheidt überreicht symbolisch ein Präsent des FC Erzgebirge Aue.


