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Comeback macht Mut

Der letzte Eindruck bleibt. Und macht Mut. Denn die Mannschaft des FC Erzgebirge Aue holte am Freitagabend in Köln erstmals seit langer Zeit wieder einen Zwei-Tore-Rückstand auf und nahm Zählbares mit nach Hause. Auch wenn laut Trainer Christoph Dabrowski nur Siege wirklich helfen, war der Auswärtspunkt mehr als nur Belohnung für die Moral.

 

Den Spielverlauf am Höhenberg hatte sich der FCE im zweiten Spiel unter Christoph Dabrowski anders vorgestellt. Nach engagiertem Start gelang vor der Pause nur noch wenig, Rückstand und verwehrter Elfmeter inklusive. Auch der Start in Halbzeit zwei mit kuriosem Eigentor war alles andere als erfreulich. Doch wie die Mannschaft dann zurückkam, sich wehrte, gegen die Niederlage stemmte, den Ausgleich schaffte und sogar den Lucky Punch auf dem Schlappen hatte – das verdient Respekt und macht Hoffnung für die bevorstehenden Aufgaben.

 

Man muss fast drei Jahre zurückblicken bis zum letzten aufgeholten Zwei-Tore-Rückstand. Am letzten Spieltag 2022/23 lag der FCE in Bayreuth 1:3 zurück, dank der zwei Tore von Boris Tashchy gelang in der Schlussphase beim 3:3 noch ein Auswärtspunkt. Ein Muster ohne Wert. Denn Bayreuth war bereits abgestiegen und für Aue ging es dank gesicherten Klassenerhalts um nicht mehr viel.

 

Anders 2020/21 in der 2. Bundesliga. Vor fast exakt fünf Jahren lagen die Veilchen am 20. Spieltag zu Hause gegen den Hamburger mit 0:2 und 1:3 hinten, die Treffer von Jan Hochscheidt, Clemens Fandrich und Florian Krüger führten noch zum 3:3-Endstand.

 

Am Freitag sorgten Marcel Bär mit seinem zweiten und Jannic Ehlers mit dem ersten Saisontor dafür, dass aus dem 0:2 ein 2:2 wurde. Vor allem die Art und Weise nach dem Seitenwechsel, die größere Zielstrebigkeit durch Einwechslungen, die Widerstandsfähigkeit in scheinbar aussichtsloser Situation geben Anlass zur Hoffnung. Aufgegeben hat sich dieses Team noch längst nicht.

 

Nun folgen zwei HEIMSPIELE in Serie.