Atmosphärisch wertvoll
Erfreuliche Erkenntnisse beim letzten Spiel in Liga 3
Es schwang Wehmut mit am 16. Mai 2026, als sich der FC Erzgebirge Aue in Schweinfurt aus der 3. Liga verabschiedete. Doch es überwogen die erfreulichen Erkenntnisse und Begleiterscheinungen an jenem letzten Spieltag der enttäuschenden Saison 2025/26 – atmosphärisch wertvoll.
Ganz oben im Ranking: Die Fans des FCE. Mehr als 2000 waren nach Schweinfurt gereist trotz sportlicher Bedeutungslosigkeit dieser Partie, sorgten für Heimspiel-Stimmung und erinnerten nicht zuletzt an die verstorbene Vereins-Legende Harald Mothes mit riesigem Spruchband und Skandieren seines Namens. Gänsehaut pur schon in der zweiten Minute nach Anpfiff. Wahnsinn, was der Gästeblock am Sonnabend ablieferte.
Auf Rang zwei der positiven Nachrichten: Das Comeback von Maxim Burghardt nach langer Leidenszeit. 399 Tage nach schwerer Verletzung samt Kreuzbandriss, Entzündung im Knie und plötzlichem Tod seines Vaters kam der rustikale Rechtsverteidiger erstmals wieder zum Einsatz, marschierte fortan die Linie hoch und runter und genoss einfach nur die Rückkehr auf den Rasen.
Dritter Daumen nach oben: Marcel Bär. Mit seinen beiden Toren beim 4:2-Sieg in Schweinfurt traf „Cello“ auch in seiner dritten Saison in lila-weiß zweistellig. 11, 13 und 10 lautet nun seine Drittliga-Ausbeute im Erzgebirge – trotz Achillessehnenriss und langsamem Herantasten an höhere Belastungen. 40 Tore hat Marcel Bär nunmehr für den FCE in Pflichtspielen erzielt – in 84 Begegnungen. Eine Top-Quote.
Und im Hinblick auf das Pokalfinale am kommenden Sonnabend in Zwickau ein Mutmacher: Die Mannschaft aus Aue ist seit nunmehr sieben Pflichtspielen ungeschlagen, gewann davon drei Spiele und lässt sich folglich nach besiegeltem Abstieg keineswegs hängen. Dieser Charakter des Teams, die „Ehre“ soll mit dem Gewinn der Trophäe am 23. Mai belohnt werden. Diesem Ziel ist alles andere untergeordnet.




