Über die volle Distanz
Tristan Zobel verpasste keine einzige Minute
Die Hinrunde 2025/26 ist absolviert, der FC Erzgebirge Aue „überwintert“ nach dem Schlussspurt mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen des Jahres hauchzart über dem Strich. Nur ein FCE-Profi ging in der ersten Halbserie über die volle Distanz: Innenverteidiger Tristan Zobel stand von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Rasen.
Die Leihgabe vom SC Paderborn kam im Sommer 2025 ins Lößnitztal, um Spiel- und Wettkampfpraxis auf hohem Niveau zu sammeln. Gesagt, getan. Auf Anhieb erkämpfte sich der mit 1,94 Meter größte Feldspieler der Veilchen einen Stammplatz links in der Innenverteidigung, wurde nach anfänglichen Schnitzern immer stabiler und schaffte es tatsächlich, alle Pflichtspiele über die volle Distanz bestreiten. 19 Spiele in der 3. Liga über 90 Minuten, dazu drei Partien im Landespokal. Keine einzige Sekunde fehlte der „Lange“ mit seinen 22 Jahren.
Auch Erik Majetschak, Mika Clausen und Jannic Ehlers gehören zu dem illustren und überschaubar großen Kreis an Kickern, die in allen Hinrunden-Begegnungen des FC Erzgebirge Aue zum Einsatz kamen. Aber eben nicht wie Tristan Zobel über die gesamte Spielzeit, Ein- und Auswechslungen knabberten einige Minuten von der Maximal-Ausbeute ab. Notenbeste Spieler des FCE-Kaders sind übrigens die Torhüter. Louis Lord kommt bei seinen vier Einsätzen auf die Note 2,0, Kapitän Martin Männel wird beim Fachmagazin Kicker im Schnitt mit 3,0 geführt. Bester Torschütze und erfolgreichster Scorer der ersten Halbserie in lila-weiß war Julian Guttau mit je drei Toren und drei Vorlagen – bei nur elf Einsätzen. Eine starke Quote.
Für den zweiten Teil der Spielzeit 2025/26 macht nicht zuletzt die jüngste Entwicklung Mut. Vier Tore und zwei „zu Null“-Partien auf der Zielgeraden, nur eine Niederlage in den letzten acht Meisterschaftsspielen. Im neuen Jahr werden auch Leistungsträger wie Marcel Bär, Martin Männel und Julian Guttau im Vollbesitz ihrer Kräfte zurückerwartet. Denn klar ist auch: Die Rückrunde sollte insgesamt besser sein als die Hinrunde, um das Saisonziel sicher zu erreichen.


