Mit Weltstars im Duell
Jonah Fabisch beim Afrika Cup gegen Mo Salah und Co.
Der FC Erzgebirge Aue im direkten Duell mit dem FC Liverpool und Manchester City. Illusorisch? Nicht für Jonah Fabisch. Der Mittelfeldspieler des FCE kreuzte beim Afrika Cup die Klingen mit Weltstars wie Mo Salah und Omar Marmoush – und unterlag mit der Nationalmannschaft Zimbabwes denkbar knapp erst in der Nachspielzeit.
Die Teilnahme an den kontinentalen Meisterschaften Afrikas ist für Jonah Fabisch eine ganz neue Erfahrung. Und eine große Ehre. Der Dauerläufer der Veilchen ist nicht nur nominiert worden für dieses Turnier in Marokko, sondern stand im Team von Zimbabwe im Auftaktspiel der Gruppe B in der Startelf. Gegen den haushohen Favoriten aus Ägypten ging Zimbabwe sogar in Führung und unterlag als krasser Außenseiter erst in der 91. Minute. Die Treffer für Ägypten erzielten: Der frühere Frankfurter Omar Marmoush in Diensten von Manchester City und schließlich einer der größten Stars des Wettbewerbs – Mo Salah vom FC Liverpool.
Trotz der Niederlage und der Strapazen genießt der 24-jährige Jonah Fabisch die Teilnahme an dem Turnier in vollen Zügen. Der Sechser des FC Erzgebirge Aue hat erst 37 Spiele in der 3. Liga bestritten, seit Jahresbeginn gehört er zum Stammpersonal und erzielte in 15 Partien 2025/26 bereits zwei Treffer für Lila-Weiß. Spiele auf internationaler Ebene sind noch Neuland für den gleichermaßen bescheidenen wie fleißigen Arbeiter im Mittelfeld.
„Die Bedingungen sind top. Hotels, Plätze – alles wirklich auf sehr hohem Niveau. Auch die Atmosphäre ist toll, die Menschen in Marokko freuen sich über die Austragung des Afrika Cups in ihrem Land“, berichtet Jonah Fabisch per Sprachnachricht aus dem Basecamp in Marrakesch. Auch die Stimmung im Auftaktspiel in Agadir war besonders, eine „tolle Energie auf dem Rasen“ hat der Mittelfeldspieler verspürt. „Wir haben sehr viel Training im Quartier, dazwischen oft Meetings. Die Trainer versuchen, wirklich alles aus uns herauszuholen und sind sehr fordernd. Niemand will sich vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben bei solch einem Turnier mit diesem Stellenwert“, so Jonah Fabisch.
Von „Land und Leuten“ hat er noch nicht viel gesehen. „Dafür blieb bisher kaum Zeit. Jeder ist gut beraten, sich immer bestmöglich zu erholen und auf die nächste Einheit vorzubereiten. Aber ich bin ja nicht zum Urlaub machen hier und wir wollen etwas erreichen “, sagt Jonah Fabisch und schickt Grüße an seine Mitspieler aus Aue – die aktuell genau das machen: Urlaub. Der muss beim Mann mit der FCE-Rückennummer 20 noch warten. Am 26. Dezember steht das nächste Gruppenspiel an, es geht gegen Angola. Nach starker Leistung zum Auftakt vermutlich wieder mit Jonah Fabisch in der Startelf der Auswahl Zimbabwes. Das gesamte Erzgebirge ist stolz auf den Nationalspieler und drückt die Daumen.


