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C-Juniorinnen streben Titelehren an

„Bei unseren C-Juniorinnen wächst etwas heran, das für die Zukunft Hoffnung macht”, sagt Uwe Wappler, der Leiter der FCE-Abteilung Frauen- und Mädchenfußball. Tatsächlich führen die von Torsten Johne trainierten 12- bis 14-Jährigen in der Landesliga, der in ihrer Altersklasse höchstmöglichen Klasse, nach zwei Dritteln der Saison die Tabelle an.

Torsten Johne übernahm die Mädchen 2014, als seine jüngste Tochter Lucie mit dem Fußball begann. „Damals spielten wir auf Kreisebene gegen Jungs, verloren anfangs oft, bekamen manchmal richtige Klatschen. Doch es war eine gute Schule und dran zu bleiben hat sich ausgezahlt”, findet der frühere Veilchenkicker. Der Mittelfeldspieler hatte mit acht Jahren in der Wismut-Jugend begonnen, mit 18 aber wegen des Studiums die Töppen an den Nagel gehängt. Später spielte er für Concordia Schneeberg und Blau-Weiß Schwarzenberg und war bei beiden Vereinen auch Trainer der 1. Männerschaft. Heute arbeitet der 49-jährige Auer als Lehrer für Englisch und Sport an der Oberschule Zelle, wo die Schüler fakultativ zusätzlichen Unterricht im Fußball, Handball oder Schwimmen erhalten. Dafür gibt es Partnerschaften zum FCE und EHV Aue, junge Kicker der Klassen fünf und sechs etwa werden montags von Bernd Deutsch aus dem Nachwuchsleistungszentrum der Veilchen ausgebildet. Den Durchbruch hätten die C-Mädels im Vorjahr geschafft, ist Johne überzeugt: „im Erzgebirgskreis erreichten wir 2018 die Meisterrunde, obwohl wir gegen gleichaltrige Jungen antreten mussten. Bei den Landesmeisterschaften wurden wir im Freien und in der Halle jeweils Zweite hinter RB Leipzig.” Mit den Jahren wuchs der Kader. Viele blieben dabei, so wie die nun zwölfjährige Lucie, andere Talente verstärkten das Team. Aktuell sind 22 Juniorinnen am Ball, Leistungsträgerinnen hervorheben mag der Coach eigentlich nicht, höchstens Michaela Weidauer: „Die Mittelfeldspielerin ist extrem torhungrig, hat bislang 21 Saisontreffer erzielt.” Dass die Bäume trotz jüngster Erfolge nicht in den Himmel wachsen, zeigt freilich das Pokalaus im Halbfinale gegen den CFC. Und die C-Jugend von RB sei sicherlich angesichts der Eins-a-Bedingungen in Leipzig ein ganzes Stück besser als die Auerinnen: „Sie spielen nicht in der Landesliga, sondern in Leipzig, dafür aber gegen Jungs.” Was Torsten vor allem gefällt, sind Charakter, Einstellung, Ehrgeiz und die positive Entwicklung: „Jede Einzelne hat in den vergangenen Monaten sichtlich Schritte nach vorn gemacht. Da bereitet Mannschaftsleiterin Uta Döhler und mir die ehrenamtliche Arbeit umso mehr Spaß. Wir sind auf gutem Wege.” Den wollen die CMädchen fortsetzen und im Juni quasi mit dem Sachsenmeistertitel krönen. Ein Höhepunkt für alle wird die Teilnahme am Cordial Cup in Tirol sein, ein Nachwuchsturnier mit 20 internationalen Spitzenteams. Eine echte Standortbestimmung für die Erzgebirgerinnen. Auch dafür trainieren sie zweimal pro Woche hart und wer Lust hat, kann dienstags ab 17.30 Uhr oder donnerstags ab 18 Uhr selber mal „schnuppern” kommen auf den Sportplatz in Affalter. Für demnächst wünscht sich Torsten einen Co-Trainer an der Seite. Und hat einen Traum: „Ein Nachwuchsleistungszentrum für Fußballmädchen in Aue, das auch überregional attraktiv ist für Talente. Etwas, das es so bisher in Sachsen nur bei RB gibt.” (OS)

15.04.2019 11:31


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