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Heute vor 20 Jahren: Veilchen qualifizieren sich für die neue Regionalliga Nord

Pagels' Freistoßtor erlöste Aue 
 
Erzgebirge Aue - Rot-Weiß Erfurt 2:0 (0:0)  
 

In Aue war die Freude nach dem 2:0-Sieg über Erfurt riesengroß. Die Fans umarmten und bespritzten ihre Spieler. Trainer Gerd Schädlich hatte feuchte Augen. Die letzten drei Niederlagen in Folge waren vergessen. Nach der schmerzlichen 1:2-Pleite in Zwickau war die Mannschaft am Boden, Präsident Uwe Leonhardt war psychologisch gefordert: „Ich habe jedem vor dieser Partie klar gemacht, was der Verein und die gesamte Region von ihnen verlangen."
Nach dem Sieg sprach er dann von einem historischen Tag. „Wir haben nun die Früchte unserer achtjährigen harten Arbeit geerntet. Wirtschaftlich war der FC Erzgebirge nie gefährdet. Mit Gerd Schädlich konnten wir den für uns besten Trainer verpflichten", freute sich Leonhardt, der spontan die Mannschaft in sein Haus nach Zschorlau einlud. Schädlich wird in den nächsten Tagen ein Vertragsangebot erhalten. Für Manager Lutz Lindemann reifen die Entscheidungen für die neue Saison: „Wir haben eine Liste von 20 Spielern, der Trainer hat das Wort, wen wir verpflichten. Ich hoffe sehr, dass es uns finanziell gelingt, echte Verstärkungen zu bekommen."
Die Erfurter nahmen die Niederlage relativ gelassen hin, erleichtert durch das 0:0 von Dynamo Dresden bei Sachsen Leipzig. Trainer Frank Engel lobte sogar seine Elf: „Sie kämpfte aufopferungsvoll. Erfurt wird sich für die 3. Liga qualifizieren. "

Der damalige Spielbericht von Bernd Friedrich:

Bei Aue spielte Barth für Zweigler, bei Erfurt Große für Tews. Der Gastgeber fand das richtige Rezept, mit dem er Ball und Gegner kontrollierte und auf seine Chance wartete. Die Thüringer hielten dagegen und gingen kompromisslos in die Zweikämpfe. So gab es in der ersten Halbzeit nur zwei Chancen: Isa erreichte den freistehenden Kirsten nicht (14.), und Cramers Schuss parierte Beuckert (16.).

Nach der Pause hatte Erfurt zunächst mehr vom Spiel, doch das erlösende 1:0 erzielte Aue: Nach einer Flanke Tomoskis und Kopfball-Ablage Schmidts schoss Sionko direkt, Kraus parierte, aber von der Latte sprang der Ball ins Netz. Cramers Chance zum Ausgleich vereitelte Beuckert (80.). Dann leistete sich Tews ein unnötiges Foul an Vasicek, Pagels krönte seine gute Leistung mit einem 20-Meter-Freistoß. Isa und Schmidt, die beide definitiv Aue verlassen, gaben lobenswerter Weise noch einmal alles. Beim FC Rot-Weiß Erfurt blieben die beiden Angriffsspitzen Hebestreit und Gezen zu passiv.

Aue: Beuckert- Hasse - Barth, Schmidt- Pagels, Tomoski, Sionko, Vasicek, Grund,Isa (86. Zweigler), Kirsten (89. Heidler) 
Trainer: Schädlich.

Erfurt: Kraus - Nowak (76. Schönberg) -Große, Loose (61. Tews) - Bach, Scheller, Cramer, Engelhardt, Fritz (5. Nemec) -Gezen, Hebestreit 
Trainer: Engel.

Tore: 1:0 Sionko (60.), 2:0 Pagels (82.)

SR: Robel (Briesen)
Zuschauer: 5200

Gelbe Karten: Barth - Gezen, Engelhardt, Scheller, Schönberg

Foto: Frank Kruczynski
Text: Bernd Friedrich

13.05.2020 18:12


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