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Die Uhr tickt weiter - FCE gegen HSV das Duell zweier Fußball-Dinos

Im Hamburger Volksparkstadion, das 2001 AOL-Arena hieß, wurde vor rund 17 Jahren eine elektronische Uhr in Betrieb genommen und die Zeitdifferenz zum 24. August 1963 angezeigt. An diesem Tag war Anstoß zum 1. Spieltag der neu gegründeten Fußball-Bundesliga mit damals 16 Mannschaften. Bis 1998 mussten 15 Gründungsmitglieder mindestens einmal absteigen, nur dem Hamburger SV war das bis dahin noch nicht passiert. Von 1998 bis 2000 wurde das Volksparkstadion renoviert, in eine moderne Fußballarena umgewandelt und ab der Saison 2001/02 war für jeden Zuschauer zu lesen, wie viele Jahre, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden die „Rothosen“ der Bundesliga angehören. Es vergingen bis zum 12. Mai 2018 insgesamt 54 Jahre und 261 Tage. Der HSV gewann sein letztes Spiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:1, aber der Abstieg war damit trotzdem nicht mehr zu verhindern. Wütende Fans sorgten auf der Nordtribüne für ein Chaos, das nur mit einem großen Polizeieinsatz beendet werden konnte. Es war ein äußerst trauriger Abgang für diesen norddeutschen Traditionsverein. 

Doch die Uhr tickt weiter. Der Schriftzug vor der Uhr „Bundesliga seit“ wurde ersetzt durch „Tradition seit“. Als Gründungsdatum gilt der 29. September 1887, obwohl der Verein damals noch SC Germania hieß. Wenn heute das Punktspiel zwischen Aue und Hamburg pünktlich angepfiffen wird, zeigt diese Uhr: 131 Jahre 42 Tage und 13 Stunden.   

Der Hamburger SV kam in der Bundesliga auf 1866 Spiele. Werder Bremen wird am Ende der Saison gleichziehen. Nach Punkten ist natürlich der FC Bayern München klar führend, obwohl der Rekordmeister bei den ersten beiden Spielzeiten noch fehlte.

In der DDR-Oberliga, die 1949 ihren Wettkampfbetrieb aufnahm, gelang es Wismut Aue , dem Vorgänger des FC Erzgebirge, 39 Jahre ununterbrochen die Klasse zu halten. Mit den Spielzeiten 1951/52 bis 1989/90 und insgesamt 1019 Partien wurde Aue zum Rekordhalter. FCE gegen HSV ist so gesehen ein Duell zweier Fußball-Dinos. Einmal gab es bisher diese Paarung im DFB-Pokal. Drittligist Aue hatte sich als Landes-Pokalsieger für die erste Hauptrunde qualifiziert. Die Norddeutschen waren an diesem 27. August 2000 der klare Favorit. Vor 13 500 Zuschauern erzielten Marcel Ketelaer, Mehdi Mahdavikia und Marek Heinz die Tore zum 3:0-Sieg für den HSV. (BF)

Text: Bernd Friedrich
Foto: Burg

07.11.2018 08:34


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