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BAUBEGINN FÜR SPORTKOMPLEX GREIFBAR NAHE

Ende vergangenen Jahres konnte die Große Kreisstadt Aue Flächen der Deutschen Bahn zu fairen Konditionen kaufen, wo moderne Anlagen für den Freizeit- und Jugendsport entstehen sollen. Namentlich Talente des Nachwuchsleistungszentrums und junge Leichtathleten des FC Erzgebirge fänden dort großzügige Trainingsbedingungen. Olaf Seifert erkundigte sich bei Oberbürgermeister und FCE-Aufsichtsrat Heinrich Kohl nach dem Stand der Dinge.

Herr Oberbürgermeister, kommen die Arbeiten voran?
Ja, den ersten Bauabschnitt wollen wir zeitnah in Angriff nehmen, der Entwurfsplan liegt bereits vor. Entsprechend der Fördermittelmaßgabe muss dieser erste Teil im Investitionsumfang von 2,5 Millionen Euro bis Ende 2018 fertig sein. Das Vorhaben soll mit „Brückenmitteln” auf Grundlage des Kommunalinvestitionsstärkungsgesetzes von Bund und Land sowie Mitteln aus dem Auer Haushalt finanziert werden. Der Förderbescheid des Bundes über 355.000 Euro liegt schon vor, einen Teilbescheid des Freistaats – Sachsen soll sich mit insgesamt einer Million Euro beteiligen – erwarten wir jetzt im Februar. Sobald er da ist, kann die Stadt weiter planen und die Ausschreibung beginnen. Man sieht, Land und Bund lösen ihre Versprechen ein.

Was entsteht konkret?
Insgesamt stehen rund fünf Hektar Fläche auf dem Areal des früheren Bahnbetriebswerkes zur Verfügung, knapp die Hälfte entfällt auf den Bauabschnitt eins. Bei diesem wird eine sogenannte Kampfbahn Typ B entstehen; mit Laufbahn und Anlagen für Kugelstoßer, Weitspringer und weitere Leichtathleten. Hinzu kommt ein Kunstrasenplatz, den der FC Erzgebirge mit seinen Abteilungen, der SV Alberoda und alle anderen Sportvereine der Stadt nutzen können. Ganz wichtig: Der Schulsport findet dort künftig beste Voraussetzungen. Allerdings stehen die Anlagen nicht für den Profisport, auch nicht für die Zweitligamannschaft des FCE, zur Verfügung, das verbieten die Förderkriterien ausdrücklich. Übrigens gibt es seit Kurzem auch positive Signale, was den zweiten Bauabschnitt angeht.

Was die Finanzierung betrifft?
Zumindest sehe ich eine realistische Vision, wie Teil zwei in überschaubarer Zeit zu verwirklichen wäre. Es gibt da ein neues, bis 2020 konzipiertes Bundesförderprogramm namens „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier 2017”. Klingt etwas sperrig, ist aber gut. Danach würde Sachsen zwölf Millionen Euro über fünf Jahresscheiben erhalten und die Stadt Aue bemüht sich, aus diesem Topf das für den abschließenden Bauabschnitt zwei fehlende Geld zu erhalten. Wie gesagt, nicht für Profi- und Leistungsathleten, sondern ausschließlich für Schüler, Talente, Freizeitsportler. Bekommen wir die Mittel, könnten wir 2018 planen und 2020 stünde dann der komplette Sportkomplex auf dem Ex-Bahngelände zur Verfügung.

Was beinhaltet der zweite Bauabschnitt?
Einmal den Sanitärbereich mit Duschen und Umkleideräumen. Weiter zwei Sportplätze; je einer mit Natur- und Kunstrasen. Hinzu kommen Zuschauerbereiche, Wege und Außenanlagen. Insgesamt beträgt die Investition für beide Bauabschnitte circa 6,5 Millionen Euro.

Nicky Scheinfuß, Sachgebietsleiter Stadtplanung/Hochbau, Oberbürgermeister Heinrich Kohl und Samira Bouslimi, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung (von links), beraten anhand des Bauplans, wie es in Kürze auf dem bisherigen Bahnbetriebs und künftigen Sportareal vorangeht. Foto: Birgit Hiemer

Text: Olaf Seifert
Fotos: Olaf Seifert, Birgit Hiemer

13.02.2017 12:48


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